Hockeyclub Pustertal

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HC Pustertal - Asiago Hockey | 2:4 (1:3, 1:0, 0:1)

HC Pustertal
 
Asiago Hockey

FRI | 08.02.2020 - 20:00
Bruneck Rienzstadion Brunico

Es soll nicht sein – Startblackout kostet Titelgewinn nach starkem Kampf gegen Asiago

Nach den Heimsiegen am Dienstag in Bruneck und gestern in Asiago treten die beiden Finalkontrahenten im restlos ausverkauften Rienzstadion zum alles entscheidenden dritten Finalspiel an. Petri Mattila setzt bei Asiago auf das erfolgreiche lineup vom Vortag, auch der HCP beginnt mit den gleichen Linien wie in den ersten beiden Spielen.

Angestachelt vom Vortageserfolg startet Asiago wie von der Tarantel gestochen in die Partie und überrumpelt in den ersten 6 Minuten förmlich die in dieser Phase paralysiert scheinenden Hausherren: In der 2. Minute trifft Magnabosco nach einem Bullygewinn mit einem Sonntagsschuss ins kurze Kreuzeck, knapp zwei Minuten später klingelt es nach einem Schuss von Miglioranzi, den Furlong nicht übers Tor lenken kann zum zweiten Mal im Kasten der Wölfe und zu allem Überfluss lenkt Berger kurz darauf im ersten Powerplay von Asiago einen Schuss von Chad Pietroniro mit dem Schlittschuh ins eigene Tor zum 0:3.

Das Stadion ist geschockt, aber ein frühes Timeout von HCP-Coach Kammerer zeigt mit Fortdauer des Startdrittels doch die erhoffte Wirkung, der HCP gibt sich längst nicht geschlagen und liefert den Vicentinern im restlichen Spielverlauf noch einen heroischen Kampf. Gegen Mitte des Startdrittels nimmt der HCP vermehrt das Tor von Cloutier ins Visier, drei bis vier gute Abschlussmöglichkeiten werden zunächst jedoch vergeben. Auch Asiago ist im Gegenstoß stets gefährlich, in der 16. Minute jedoch zieht Althuber einfach mal von der blauen Linie ab und erstmals zappelt der Puck auch hinter Cloutier im Netz – 1:3 und die Wölfefans schöpfen wieder Hoffnung.

Im zweiten Drittel stellt Axel Kammerer die Linien um und stürmt fortan mit Andergassen – Carozza – Traversa in der ersten, Lewis – MacArthur – McNally in der zweiten und Conci – Berger – Oberrauch in der dritten Linie. Der HCP ist nun eindeutig das bessere Team, im nächsten Powerplay vergibt Max Oberrauch zunächst noch eine gute Chance, Armin Hofer gelingt jedoch der umjubelte Anschlusstreffer zum 2:3 (24. Min). Die schwarz-gelben Fans treiben ihre Mannschaft nun weiter nach vorne und das Heimteam findet noch im Mitteldrittel ein halbes Dutzend gute Chancen zum Ausgleichstreffer vor, Cloutier hält seinen Kasten jedoch sauber.

Im Schlussdrittel versuchen die Wölfe noch einmal alles, um das Spiel zu drehen, Asiago verteidigt sich jedoch geschickt und lässt unterstützt durch einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen zunächst wenig Zwingendes zu. Der Kampfgeist der Heimmannschaft ist nun jedoch enorm und in der Schlussphase wird es noch einmal ganz heiß vor dem Kasten von Asiago: Der HCP wirft mit dem Mute der Verzweiflung alles nach vorne, trifft in den letzten vier Spielminuten unglaubliche vier Mal die Torumrandung und nimmt eineinhalb Minuten vor Schluss auch noch Furlong zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Aber es bleibt verhext und eine halbe Minute vor der Schlusssirene trifft Magnabosco ins verwaiste HCP-Tor und schießt Asiago somit zum sechsten Italienmeistertitel, während dem HCP wieder nur der bittere Vizemeistertitel bleibt!

So schwer es auch fällt - akzeptieren, abhaken, angreifen heißt nun das Motto, denn am Donnerstag um 20 Uhr steht im Rienzstadion bereits das erste Spiel der AHL Masterround gegen Cortina auf dem Programm und am Samstag ein Auswärtsspiel in Jesenice. Es gilt bereits sich eine gute Ausgangsposition für die Playoffs der Alps Hockey League zu schaffen, wo die Wölfe den nächsten Anlauf auf den ersehnten ersten Titelgewinn starten werden.

Nikolaus Spitaler

Flickr Photos