Club HCP

Eishockeyclub HC Pustertal

Der Verein

Der Eishockeyclub HC Pustertal ist eine in der italienischen Handelskammer eingetragene Gesellschaft, deren Struktur aus Gesellschaftern der Wirtschaft im Pustertal besteht. Die HC Pustertal Amateursport GmbH wurde gegründet im Jahr 2008 und basiert auf dem historischen EV Bruneck.

Aufgaben

Die Gesellschafter wählen in festgelegten Perioden den Verwaltungsrat, welcher aktuell aus 10 Mitgliedern besteht. Der Verwaltungsrat wählte am 14.04.2021 aus seinen Reihen den Präsidenten Erich Falkensteiner. Der Verwaltungsrat wickelt das operative Geschäft der Gesellschaft ab, darunter die sportlichen Entscheidungen, Marketing und Vertrieb, sowie die Abwicklung der Spiele und Events.

Die Hauptaufgaben, welche die Gesellschafter des HC Pustertal seinem Verwaltungsrat gestellt hat, sind folgende: sportlicher Erfolg, bilanzielle Ausgeglichenheit und positive Imagewerbung für das Pustertal. Dies alles soll unter dem Leitsatz „Kontinuität, Erfolg, Professionalität“ erfolgen.

HCP Family

Die „HCP Familie“ hingegen besteht aus unzähligen Mitarbeitern und freiwilligen Helfern. Die ehrenamtliche Arbeit wird im Verein nicht nur großgeschrieben, sondern von Spielern, Fans und Verwaltungsräten gleichermaßen geschätzt.

HCP Junior

Der Verwaltungsrat

Erich Falkensteiner
Erich Falkensteiner
Präsident
Dorotea Mader
Dorotea Mader
Vize-Präsidentin
Roland Pezzei
Roland Pezzi
Jugendeishockey Organisation
Jochen Schenk
Jochen Schenk
 
Vertrieb, Geschäftsführung
Matthias Harrasser
Matthias Harrasser
 
Buchhaltung und Controlling
Patrick Kirchler
Patrick Kirchler
 
Presse und PR
Robert Leitner
Robert Leitner
Gesellschafter-Vertreter
Michael Schweitzer
Michael Schweitzer
 
Vertr. Stadion neu
Martin Casanova
Martin Casanova
 
Sponsoren-Vertrieb
Günther von Mersi
Günther von Mersi
Sponsoring

Buch – Chronik

Chronik „Pustertaler Wölfe – Emotionen entlang der Rienz“

Die Geschichte des HC Pustertal, der 1954 als EV MAK Bruneck gegründet wurde, ist umfangreich und spannend. Bittere Niederlagen, tolle Siege, lange Nächte an der Rienz, unzählige Menschen mit all ihren Emotionen prägten die Geschichte des Vereines.

Auf über 220 Seiten und in Form einer Chronik wird diese spannende Story präsentiert: nicht zu kurz kommen neben dem sportlichen Teil kuriose Anekdoten, Portraits über die wichtigsten Wölfe und ein ausführlicher Statistikteil.

Der Autor Patrick „Patza“ Kirchler hat Zeitzeugen befragt, Aufzeichnungen gemacht, Archive durchstöbert und Fotomaterial gesammelt. Der Eishockey-Historiker, Arena-Gastronom, Fan und Langzeit-Vorstand der Wölfe: „Die Corona-Pandemie hat das Projekt natürlich etwas angeschoben. Aus der Herzensangelegenheit die Vereinsgeschichte zu zeichnen, wurde nun ein aufwendig gestaltetes Buch. Durch die Mitarbeit von Zeitzeugen, Fotografen und Statistiker wurde ein echtes Schmuckstück geschaffen, das ich nicht ohne Stolz präsentieren darf.“

Jetzt kaufen

Erhältlich ist die Chronik (Preis 29,50 €) „Pustertaler Wölfe – Emotionen entlang der Rienz“:

  • In der Hockeybar im Rienzstadion (täglich 14-22 Uhr)
  • Bei den 3 Heimspielen des HC Pustertal gegen Cortina (02.09.), Innsbruck (05.09.) und Villach (10.09.)
  • In den Athesia Buchhandlungen in Südtirol
  • Online hier: www.athesiabuch.it

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Leseprobe Chronik HCP Cover
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Geschichte

Der Weg von den Pionieren des EV Bruneck bis zur HC Pustertal GmbH war lang und steinig. Tolle Siege, bittere Niederlagen, eisige Nächte an der Rienz, weite Auswärtsfahrten, Skandälchen und viele Emotionen – die Wölfe faszinierten immer schon.

Die Anfänge

Schon allein der Gründungsakt war ein Kuriosum: unter dem Präsidenten Dr. Ernst Lüfter wurde die erste Hockeymannschaft 1954 aus organisatorischen Gründen als Sektion dem damaligen „MAK“ Bruneck (Moto-Auto-Klub) einverleibt. Für einige Jahre spielten die rührigen Pioniere auf dem Natureisplatz in Bruneck unter einfachsten Bedingungen als „EV MAK Bruneck“.
Nach dem Gewinn von drei Serie-B-Titeln wurde die Forderung nach einer Kunsteisanlage lauter, immerhin scheiterten die Aufstiege 1968, 1969 und 1972 nur an der begrenzten Nutzbarkeit des „Rienzstadions“, das damals eigentlich nur ein Eisplatz war.

Serie A

1972/73 folgte dann doch der Startschuss in eine neue Ära: Serie A und die Gründung eines organisierten Jugendsektors, der bis heute einer der erfolgreichsten und größten in Italien ist! Immerhin 30 Jahre vertraten die „Wölfe“ dann Südtirol in der 1. Liga – ununterbrochen, wie es in den letzten Jahrzehnten nur den „ewigen Rivalen“ Asiago und Bozen gelang!

Vizemeistertitel

Die beste Zeit hatte der EV Bruneck Anfang der 80er-Jahre: dort schlug ein Vizemeistertitel und ein 3. Platz zu Buche. Meistertitel en masse gab es im Bereich des Jugendeishockeys, welches den Machern in der Rienzstadt immer schon ein großes Anliegen war und das auch heute noch groß geschrieben wird. Aus diesem Reservoir der eigenen Cracks stammen auch fast alle Serie-A-Wölfe der letzten Jahrzehnte.

Finanzen

Der EV Bruneck hatte aber auch mit immensen Problemen zu kämpfen: Stets gehörte der „Eissportverein“ zu den ärmeren Klubs im Eishockeygeschäft, auch in Sachen Kunsteisanlage (1971) und Stadionüberdachung (1991) wurden die jeweiligen Macher auf eine harte Probe gestellt.

Die Wende

Eine Art „Wende“ stellten die sich aufstauenden finanziellen und strukturellen Probleme Ende der 90er-Jahre dar. Die Firmenpleite des damaligen Präsidenten Horvat, eine missglückte Alpenligateilnahme und das kurz bevorstehende Ende des EV Bruneck riefen 1999 zwei Männer auf den Plan, ohne die es die spätere Erfolgsgeschichte HCP nicht gegeben hätte: Roman Erlacher als Präsident und Franz Senfter als Hauptsponsor nahmen die Geschicke zusammen mit einigen neuen und einigen altbewährten Funktionären in die Hand.ng.

Neubeginn und Boom

Wenn auch 2001 der lange verhinderte (freiwillige) Abstieg in die Serie B folgte: mit der Umbenennung des Vereins (HC Pustertal Wölfe), dem sportlichen Wiederaufstieg und einer offensiven Marketingstrategie kam ein nicht für möglich gehaltener Eishockeyboom über das Pustertal herein. Was 1999 mit der Rettung begann und 2003 fortgesetzt wurde, fand im Winter 2006/07 seinen Anfang: die Zuschauerzahlen explodierten, die „Wölfe“ wurden zur sympathischen Marke und beim HCP Junior jagte ein Rekord an Neueinschreibungen den nächsten.

Spitzenklub

Das Brunecker und Pusterer Eishockey, jahrzehntelang im Dornröschenschlaf und mitunter als graue Maus gehandelt, war zum Leben erweckt. Mit dem Boom war es den Machern auch möglich starke Teams ins Rennen zu schicken. Es folgten (bis heute) 6 Jahre mit 3 Finals und 3 Halbfinalteilnahmen sowie 3 Titeln (2 x Supercup und Italienpokal).
Die Platzierungen der 2000er Jahre zeigen die Entwicklung eindrucksvoll auf:
2003/04: 10. – 2004/05: 8. – 2005/06: 7. – 2006/07: 6. – 2007/08: 8. – 2008/09: 4. – 2009/10: 3. – 2010/11: 2. – 2011/12: 2. – 2012/13: 3. – 2013/14: 2. – 2014/15: 3. – 2015/16: 2.
Mit der Saison 2016/17 wurde die „Alps Hockey League“ gegründet. Die Elitevereine Italiens tragen zusammen mit österreichischen und slowenischen Partnern die länderübergreifende Liga aus und der HC Pustertal erreichte bis dato das Viertelfinale 2017, das Halbfinale 2018 sowie das Finale 2019. Dort lieferten sich Wölfe und Drachen aus Laibach einen emotionalen Fight über 7 Spiele, der Tausende Fans in den Stadien und an den TV-Geräten faszinierte.

Die Finalniederlagen

Am meisten im Gedächtnis bleibt die völlig unverdient verlorene Finalserie 2011 gegen Asiago. Nicht nur eine 0:5-Niederlage am grünen Tisch wegen eines falsch eingesetzten Torhüters bleibt in Erinnerung, sondern auch die Tatsache, dass in der Best-of-7-Serie von 4 Niederlagen nur eine einzige (!) in der regulären Spielzeit zu Stande kam. 2012 (HC Bozen), 2014 (Ritten Sport) und 2016 (Rittner Buam) mussten sich die Wölfe dem jeweils stärkeren Gegner geschlagen geben.

ICE Hockey League

Mit Anfang März läutete die Aufnahme in die prestigeträchtige „ICE Hockey League“ einen neue Ära ein. Der HC Pustertal spielt nun endgültig im „Konzert der Großen“ mit und will als kleinster Standort der Liga für Furore sorgen.

Stadionneubau

Der HC Pustertal zählt heute zu den Spitzenteams des italienischen Eishockeys, verfügt über ein gutes Reservoir an Nachwuchsspielern und hat auch die finanziellen Probleme der 90er-Jahre bald hinter sich gelassen. Das altehrwürdige Rienzstadion (Baujahr 1958) hatte zwar Kultpotential, wird aber 2021 dem längst überfälligen Neubau am Ortseingang von Bruneck weichen. Die Zukunft verspricht also viel Spannung und weiterhin bissige Wölfe!

Die wichtigsten Eckdaten
  • Gründung 1954
  • 1. Serie-B-Teilnahme 1966
  • Titel Serie B 1967/68, 1968/69, 1971/72
  • Serie-A-Teilnahme durchgehend von 1972 bis 2001
  • Serie-A-Rückkehr 2003
  • Serie-A-Vizemeister 1981/82, 2010/11, 2011/12, 2013/14, 2015/16, 2017/18
  • Alps Hockey League 2. Platz: 2018/19
  • Italienpokalgewinner: 2011
  • Ital. Supercupgewinner: 2011, 2014, 2016
Gesperrte Rückennummern
  • 4 – Martin Crepaz, Rekordspieler der Wölfe mit 863 Spielen in 22 Jahren EV Bruneck/HC Pustertal
  • 26 – Oskar Degilia, mit nur 22 Jahren tragisch verunglückter Wölfe-Spieler (2002)
Die bekanntesten Präsidenten
  • Dr. Ernst Lüfter (1954 – 1974)
  • Pepi Schmidhammer (1980 – 1985)
  • Werner Waldthaler (1987 – 1991)
  • Adolf Seeber (1991 – 1996)
  • Roman Erlacher (1999 – 2010)
  • Erich Falkensteiner (aktueller Präsident)
Die bekanntesten Trainer
  • Carmine Tucci (Serie B)
  • Heinz Bader (deutscher Nationalspieler)
  • Gianfranco Da Rin (Cortina)
  • Tibor Vozar (CSSR)
  • Jaroslav Pavlu (CSSR)
  • Anders Kallur (NHL-Star/SWE)
  • Kurt Suen
  • Real Paiement (Juniorenteam Kanada)
  • Nikolai Kazakov (Dynamo Moskau)
  • Miro Frycer (NHL-Star)
  • Lasse Lundström (SWE)
  • Stefan Mair (später DEL)
  • Luciano Basile (ITA/CAN) – aktueller Coach
Die bekanntesten Pusterer Spieler
  • Martin Crepaz
  • Max Oberrauch
  • Armin Helfer
  • Patrick Bona
  • Reinhold Oberhofer
  • Christian Mair
  • Gerd Mayr
  • Reinhard Oberjakober
  • Ivo Machacka
  • und viele andere
Die bekanntesten ausländischen Stars
  • Rem Murray (CAN, 622 x NHL)
  • Miro Frycer (CZE, 432 x NHL)
  • Rick Bragnalo (ITA/CAN, 9 Jahre EVB)
  • Bill Stewart (CAN, 274 x NHL)
  • Maurice Mansi (ITA/CAN)
  • Stephane Figliuzzi (ITA/CAN)
  • Vladimir Jeremin (RUS)
  • Igor Dorofejev (RUS)
  • Jorma Peltonen (FIN)
  • Mike Busniuk (CAN, 168 x NHL)
  • Larry Trader (CAN)
  • Sandy Moger (CAN, 241 x NHL)
  • Fabian Joseph (später Kapitän der kanadischen Olympiaauswahl)
  • Niklas Eriksson (SWE, Olympiasieger 1994)
  • David Ling (CAN, Weltenbummler)
  • JS Aubin (CAN, 218 x NHL)

All Time Stats

Wer war am öftesten für den HCP auf dem Eis? Wer hat die meisten Scorerpunkte?
Hier finden Sie alle Infos!
All Time Stats PDF

V = Verteidiger S = Stürmer T = Tormann
Saisons – Spiele – Punkte – Tore – Assist – Strafminuten – Jahre
Berücksichtigt sind:
Serie A seit 1976, Alpenliga, Alps Hockey League, Serie B (2001/02) & A2 (2002/03), Playoffs
Nicht berücksichtigt sind, aufgrund nicht kompletter Daten:
Italienpokalspiele, ital. Supercup, Freundschaftsspiele