Beim KAC ist Endstation

Showdown in der ausverkauften Intercable Arena ‚Äď der HC Pustertal bestreitet heute das vierte Spiel gegen den EC KAC. Nach drei Niederlagen steht es 0:3 in der Halbfinalserie,somit lautet die Devise ‚ÄěSieg oder Saisonende‚Äú. HCP-Trainer Kasper Vuorinen vertraut derselben Formation wie im Spiel 3 am Sonntag, bei Klagenfurt fehlt neben Johannes Bischofberger auch Thomas Hundertpfund.

Die Puschtra starten konzentriert in die Partie und setzen in der 3. Minute ein Ausrufezeichen,Mats Frycklund und Alex Petan bringen die Scheibe gef√§hrlich auf Sebastian Dahm. Nur wenig sp√§ter hat Dan Catenacci im Slot eine ausgezeichnete Chance, doch das Tor f√§llt dann leider auf der anderen Seite: quasi beim ersten Angriff der K√§rntner l√§sst Clemens Unterweger einen HCP-Verteidiger mit Haken aussteigen, f√§hrt alleine auf Jake Smith zu und bezwingt den Puschtra Schlussmann durchs five-hole zum 0:1. Auch in der Folge kontrollieren die Rotjacken das Spiel, und ansonsten machen sich die Puschtra Cracks das Leben durch Turnover und ungenaue P√§sse das Leben selber schwer. Bei einer der wenigen Gelegenheiten in der ersten Drittelh√§lfte spielt Kasastul einen scharfen Pass durch den Slot, der allerdings keinen Abnehmer findet. Auf der anderen Seite kombinieren sich die Rotjacken immer wieder gef√§hrlich ins Pusterer Verteidigungsdrittel, Kraus und Schwinger rauschen nur knapp am 0:2 vorbei. Der HCP versucht es ein paar Mal mit Distanzsch√ľssen (Messner, Glira), doch auch damit ist Sebastian Dahm nicht zu bezwingen. Ein Onetimer von Lukas Haudum (15. Minute) ist der Auftakt zu einer minutenlangen Angriffssequenz der Rotjacken, w√§hrend der sich der HCP kaum aus dem eigenen Drittel befreien kann. Erst eine Strafe gegen Matt Fraser eine knappe Minute vor der Pausensirene beendet die dr√ľckende √úberlegenheit des Teams aus der K√§rntner Landeshauptstadt. In der verbleibenden Zeit k√∂nnen die W√∂lfe keine Nadelstiche setzen, und so geht es beim Stand von 0:1 zum ersten Mal in die Kabinen.

Das Powerplay der W√∂lfe endet mit einem Petan-Onetimer, der leider am Tor vorbeigeht. Kurz darauf wird Matthias Mantinger auf die Reise geschickt und versucht es ins kurze Eck, doch Dahm ist wachsam. Wyatt Ege setzt nach, doch auch sein Schuss geht knapp am Tor vorbei. Mantinger hat wenig sp√§ter bei einem Konter nach einem Catenacci-Pass erneut die Chance auf den Ausgleichstreffer, aber er vergibt erneut. Die W√∂lfe setzen u.a. mit Akeson, Atwal und Hannoun weiter nach, bleiben jedoch erfolglos. Eine Strafe gegen Alex Petan beendet die HCP-Druckphase j√§h, und die Rotjacken schlagen wieder eiskalt zu: nach einem musterg√ľltig vorgetragenen Angriff verlagert Ganahl die Seite und bedient Niki Kraus, der nur mehr den Schl√§ger hinzuhalten braucht ‚Äď 0:2 f√ľr die G√§ste aus Klagenfurt. Leider bleibt es nicht dabei, keine zwei Minuten nach dem zweiten Treffer wandern Steven Strong (√ľbertriebene H√§rte) und Alex Petan (Diving) gleichzeitig auf die Strafbank. Es folgt prompt der dritte Gegentreffer, wiederum durch Kraus. Als Manuel Ganahl bei einem Angriff durchbricht, kann Joel Messner ihn nur regelwidrig stoppen und kassiert hierf√ľr zwei Strafminuten. Das Unterzahlspiel √ľberstehen die W√∂lfe zwar unbeschadet, doch bis zum n√§chsten Gegentreffer dauert es nicht lange: die Rotjacken kombinieren sich scheinbar m√ľhelos durchs Angriffsdrittel, und Finn van Ee tunnelt Jake Smith komplett unbedr√§ngt zum bitteren 0:4. Eine der wenigen Gro√üchancen f√ľr die W√∂lfe (Mantinger f√§ngt den Puck hinter dem Tor ab und spielt in den Slot) vergibt Akeson grandios. 90 Sekunden vor Schluss gelingt dann doch noch der 1:4-Anschlusstreffer: David Morley erk√§mpft sich den Puck hinter dem Tor und bedient den heranst√ľrmenden Jason Akeson, dieser l√§sst Sebastian Dahm mit einem hammerharten Onetimer keine Chance.

Die Puschtra W√∂lfe starten mit viel Elan in den Schlussabschnitt und nehmen das Tor des KAC unter Dauerbeschuss. Und die M√ľhe macht sich belohnt, Akeson spielt die Scheibe von der Bande scharf in den Slot, wo Rick Schofield das Hrtgummi irgendwie √ľber die Torlinie stochert. Kurz darauf haben die W√∂lfe richtig viel Gl√ľck, als nach einem KAC-Angriff der Puck vom Pfosten abprallt und die Torlinie entlangrutscht. Der HC Pustertal wittert Morgenluft undwirft alles nach vorne, ein Hammer von Joel Messner fliegt nur knapp am Tor vorbei und auch ein Akeson-Angriff kann von Jesper Jensen Aabo nur regelwidrig gestoppt werden ‚Äď zwei Minuten Powerplay f√ľr die W√∂lfe sind die Folge. Wie zu Beginn des Drittels entfachen die Puschtra ein wahres Trommelfeuer auf den Kasten von Sebastian Dahm. Bei einem weiteren Powerplay der W√∂lfe wird es mehrmals richtig brenzlig f√ľr den KAC, auch die Metallumrandung steht den Rotjacken zur Seite. Und dann ist es soweit: wie beim 2:4 wird Schofield im Slot von Akeson bedient und arbeitet den Puck mit vollem Einsatz √ľber die Torlinie . Und so steht es zehn Minuten vor Schluss pl√∂tzlich nur mehr 3:4! Die Puschtra werfen alles nach vorne, was sie haben; zwei Minuten vor Schluss macht Jake Smith Platz f√ľr einen sechsten Feldspieler. Doch wiederum f√§llt das Tor auf der anderen Seite, nur wenige Sekunden nachdem Smith das Eis verl√§sst, erobert Nick Petersen die Scheibe und chippt sie zum 3:5 ins verwaiste Tor. Diesen R√ľckstand k√∂nnen die W√∂lfe in den verbleibenden 105 Sekunden auch mit 6 Mann nicht mehr aufholen, und so findet die Saison des HC Pustertal um exakt 21:47 Uhr ihr Ende. Trotz der 0:4-Serienniederlage verlassen die W√∂lfe das Eis mit stolz erhobenem Haupt und unter frenetischem Jubel des Heimpublikums.

Andreas Baumgartner

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