Torreicher Heimsieg bringt Top4 in Reichweite

Nach den beiden Siegen der letzten Woche (zuhause gegen Asiago, ausw├Ąrts vor Rekordkulisse gegen Bozen) treten die Puschtra W├Âlfe heute auf heimischem Eis gegen HK Olimpija Ljubljana an. Die Slowenen sind das Team der Stunde, haben 4 der letzten 5 Spiele gewonnen und schicken sich an, in der Tabelle zum HC Pustertal aufzuschlie├čen. Um so wichtiger ist es f├╝r die Schwarzgelben, wiederum drei Punkte einzufahren. Interimscoach Kasper Vuorinen muss dabei neben Rick Schofield auch auf die Dienste von Dan Catenacci und Ivan Althuber (f├Ąllt nach einem Crosscheck im Bozen-Spiel f├╝r rund 10 Tage aus) verzichten, f├╝r ihn r├╝ckt Kevin Baumgartner ins Aufgebot.

Die W├Âlfe starten aufmerksam in die Partie, Sill und Deluca pr├╝fen G├Ąstegoalie Lukas Horak gleich zu Beginn mit zwei Sch├╝ssen aus der Distanz. Eine Direktabnahme von Mats Frycklund zischt haarscharf am Au├čenpfosten vorbei, doch die Szene ist noch nicht vor├╝ber: Dante Hannoun holt sich den Puck hinter dem Tor zur├╝ck und spielt auf Frycklund zur├╝ck, der mit einem staubtrockenen Handgelenkschuss von halbrechts die fr├╝he 1:0-F├╝hrung erzielt. Auch in der Folge bestimmen die W├Âlfe das Spiel. Die Drachen aus Slowenien kommen erst nach einer vermeidbaren Strafe gegen Kasastul zu ihrer ersten Torm├Âglichkeit und nutzen sie auch umgehend. Ville Leskinen gibt Andy Bernard mit einem Onetimer das Nachsehen und gleicht zum 1:1 aus. Wenig sp├Ąter kommen auch die Hausherren zum ersten Powerplay, doch bis auf einen Onetimer von Arvin Atwal schaut wenig heraus. Wenig sp├Ąter f├Ąllt das Tor auf der anderen Seite, ein Querpass von Ziga Mehle wird von einem HCP-Verteidiger ungl├╝cklich ins eigene Tor abgef├Ąlscht, und so gehen die Slowenen nach 15 Spielminuten mit 1:2 in F├╝hrung. Nach einem Rush zwei Minutren vor Schluss hat Simon Berger das 2:2 auf dem Schl├Ąger, doch Lukas Horak ist zur Stelle. Auch eine Direktabnahme von Atwal entsch├Ąrft der slowenische Schlussmann geschickt, und so bleibt es nach 20 Spielminuten beim 1:2 f├╝r Ljubljana.

Auch nach Wiederanpfiff dominieren die gr├╝nen Drachen mit schn├Ârkellosem Offensivhockey die Partie, die W├Âlfe haben dem scheinbar wenig entgegenzusetzen. Etwas gegen den Spielverlauf erzielen die Hausherren jedoch den wichtigen 2:2-Ausgleich, nach einer sch├Ânen Puckstaffette durch den Slot ├╝ber Petan und Hannoun h├Ąmmert Christian Kasastul die Hartgummischeibe im R├╝cken von Lukas Horak ins quasi verwaiste Tor. Nach einer weiteren Drangphase der Hausherren ├╝berschlagen sich die Ereignisse mit vierToren in f├╝nf Minuten. Zuerst z├╝ndet Dante Hannoun in der neutralen Zone den Turbo und tanzt im Alleingang die gesamte Slowenen-Abwehr aus, bevor er den Puck aus kurzer Distanz ins lange Eck bef├Ârdert ÔÇô das ist das 3:2! Nur eine Minute sp├Ąter tr├Ągt sich auch Wyatt Ege in die Torsch├╝tzenliste ein, mit einem Blueliner baut er zur 4:2-F├╝hrung f├╝r den HC Pustertal aus. Wiederum zwei Minuten sp├Ąter spielt Morley einen No-Look-Pass auf Akeson, welcher den Puck in den Slot zu Zach Sill weiterleitet. Der braucht nur noch den Schl├Ąger hinzuhalten, um die Hartgummischeibe ins Tor abzulenken ÔÇô 5:2! Mit dieser komfortablen F├╝hrung im R├╝cken werden die W├Âlfe etwas nachl├Ąssig, einen weiteren No-Look-Pass von Hannoun kann Trevor Gooch abfangen und Ziga Mehle auf die Reise schicken. Im 1-on-0 ├╝berwindet er Andy Bernard im Pusterer Tor und stellt mit seinem zweiten Tor des heutigen Abends auf 5:3. Bei diesem Spielstand geht es in die zweite Drittelpause.

Zu Beginn des Schlussabschnitts m├╝ssen die W├Âlfe gleich drei Mal hintereinander ins Penalty Killing. Zuerst kann Frycklund einen Konter der Drachen nur regelwidrig stoppen, dann r├Ącht sich Atwal f├╝r einen nicht geahndeten Stockschlag und dann muss auch noch Glira nach einem Crosscheck auf die Strafbank. Der HC Pustertal killt alle drei Strafen souver├Ąn und kann zum Schluss nach einem Leskinen-Foul sogar noch eine Minute in ├ťberzahl agieren. Die vielen Strafen zerst├Âren den Spielrhythmus komplett, und so lassen die beiden Mannschaften ihre jeweiligen Matchpl├Ąne bereits eine Viertelstunde vor Schluss komplett fallen. Es folgt ein wildes Hin und Her mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Die besten Konterm├Âglichkeiten auf Pusterer Seite haben Andergassen (nach Querpass von Mantinger) und Frycklund (nach herrlicher Puckstaffette ├╝ber Petan und Hannoun). Gut drei Minuten vor Schluss zaubert sich Akeson in unnachahmlicher Manier alleine vor den Kasten von Horak, kann den slowenischen Schlussmann aber nicht ├╝berwinden. Gleich im Anschluss kombinieren sich Morley und Akeson durch die gegnerische Verteidigung, wollen es dann aber zu perfekt machen und scheitern an Horak. Mitten in dieser Druckphase der Puschtra nimmt Ljubljana drei Minuten vor Schluss ein Timeout, und Horak verl├Ąsst seinen Arbeitsplatz. Die Schlussoffensive der Drachen bringt keine Fr├╝chte, im Gegenteil ÔÇô Akeson macht zwei Minuten vor Schluss mit einem Emptynetter von der Mittellinie alles klar, obwohl er dabei von einem gegnerischen Spieler erheblich gest├Ârt wird. Und so setzen die W├Âlfe mit dem dritten Sieg in Folge ihren Aufw├Ąrtstrend fort und rangieren nun auf dem 8. Tabellenrang, mit lediglich 4 Punkten R├╝ckstand auf die Top4.

Am Wochenende geht es mit einem Ausw├Ąrtsdoppel in Wien (Freitag um 19:15 Uhr) und Szekesfehervar (Samstag 17:30) weiter. Das n├Ąchste Heimspiel in der Intercable Arena findet dann am Samstag 20.01. statt, wiederum gegen die Vienna Capitals.

Andreas Baumgartner

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