Unverdiente Niederlage gegen den Tabellenf√ľhrer

Nach dem erfolgreichen Ausw√§rtstrip nach Graz kehren die W√∂lfe in die heimische Intercable Arena zur√ľck – zum traditionellen ‚ÄúFamily Day‚ÄĚ kommt kein geringerer als der amtierende Tabellenf√ľhrer Hydro Fehervar AV 19 nach Bruneck. Der HCP will gegen die Ungarn, welche die letzten vier Spiele f√ľr sich entscheiden konnten, endlich den ersten Saisonsieg einfahren und sich in den Top 6 festsetzen. Headcoach Tomek Valtonen muss weiterhin auf den erkrankten Mikael Frycklund verzichten, w√§hrend Manuel √Ėhler in den Kader zur√ľckkehrt, im Tor steht wieder der Matchwinner von Graz Andreas Bernard. Bei den Magyaren fehlen mit McGauley, Leavens, Laberge, Fournier und Phillips gleich 5 Legion√§re.

Der HCP startet vor 2700 Zuschauern sehr druckvoll, die Ungarn √ľberstehen die Startoffensive jedoch unbeschadet und danach entwickelt sich eine ausgeglichene, gef√§llige Partie. Der erste Aufreger spielt sich vor dem Kasten von Andi Bernard ab: bei einer un√ľbersichtlichen Situation setzt Leclerc den Puck an den Innenpfosten. Beinahe im Gegenzug kommt Rafi Andergassen aus k√ľrzester Distanz zum Abschluss, Roy bleibt jedoch Sieger. Danach verl√§uft je ein Powerplay auf beiden Seiten ohne z√§hlbare Aktionen und die beiden Teams neutralisieren sich weitgehend, erst in der Schlussphase wird es wieder spannend: in der 19. Minute lenkt zun√§chst Atwal einen scharfen Pass von Stanton nur knapp am Tor vorbei, im Gegenzug entsch√§rft Bernard einen brandgef√§hrlichen Diagonalschuss von Leclerc bravour√∂s mit der Fanghand. Kurz vor der Schlusssirene kann Roy einen Schuss von Mantinger nicht richtig kontrollieren, er springt jedoch knapp √ľber die Querlatte, somit bleibt es beim 0:0 zur ersten Pause.

Im zweiten Drittel spielen die Hausherren erneut sehr engagiert nach vorne, Schofield mit einem gef√§hrlichen Diagonalschuss und kurz darauf Morley, der ungehindert vors Tor ziehen kann, k√∂nnen Roy jedoch nicht bezwingen. Und so kommt es wie so h√§ufig, wer sie vorne nicht macht bekommt sie: in der 27. Minute zirkelt Janos Hari den Puck vom linken Bullypunkt genau ins lange Kreuzeck und bringt die G√§ste mit 1:0 in Front. Gegen Drittelmitte m√ľsste Morley endlich f√ľr die W√∂lfe treffen, aber der Schlussmann der Ungarn zieht ihm mit einer starken Parade erneut den Nerv. Das Spiel wird nun ruppiger, in der 32. Minute muss Marko Csollak nach einem Zweikampf mit Schofield auf der Trage verletzt vom Eis. Nach gut 24 Minuten kommt der HCP zu seinem zweiten Powerplay, und die sch√§rfste Waffe der W√∂lfe sticht erneut: Joel Messner kommt direkt nach dem Bully an den Puck, f√§hrt an den Slot und zieht unhaltbar ins rechte Kreuzeck ab ‚Äď das ist das verdiente 1:1! Eine Minute vor der zweiten Sirene gehen die Ungarn dann mit der zweiten richtigen Chance beinahe erneut in F√ľhrung, aber Leclerc schiebt den Puck nach sch√∂nem Doppelpass knapp am Tor vorbei.

Im Schlussdrittel schrammt Mantinger in der Startphase bei einem ‚ÄúMichigan‚ÄĚ nur knapp am F√ľhrungstreffer vorbei, das Spiel steht nun auf des Messers Schneide. In einem Powerplay zur Drittelmitte werden die W√∂lfe wieder gef√§hrlich, aber Roy entsch√§rft einen Abschluss von Morley und ein Distanzschuss von Messner geht diesmal am Tor vorbei. Als alle schon mit einer Verl√§ngerung rechnen √ľberschlagen sich dann die Ereignisse: drei Minuten vor der Schlusssirene √ľbersehen die Schiedsrichter zun√§chst ein klares Foul an Stanton, kurze Zeit sp√§ter hat Hannoun den Siegestreffer auf der Schaufel, die Scheibe will jedoch wieder nicht den Weg ins Tor finden. Im selben Spielzug erobert Akos Mihaly den Puck an der eigenen blauen Linie, setzt sich gegen zwei HCP Verteidiger durch und hebt den Puck √ľber die Schulter von Bernard ins Tor zum gl√ľcklichen F√ľhrungstreffer f√ľr die G√§ste. Eineinhalb Minuten vor Schluss nimmt Valtonen Bernard f√ľr den sechsten Feldspieler vom Eis, mitten in der Schlussoffensive legt ein linesman jedoch zu allem √úberfluss den Puck f√ľr Kristof Nemeth auf, welcher ihn zum 3:1 ins leere Tor bef√∂rdert. Die aufopferungsvoll k√§mpfenden W√∂lfe verk√ľrzen zwar durch Atwal noch einmal auf 2:3 und Kapit√§n Andergassen kann wenige Sekunden vor dem Ende Roy fast noch zum dritten Mal bezwingen, aber es soll heute nicht sein und somit geht der HCP beim dritten Heimspiel in Folge als Verlierer vom Eis.

Nun folgt eine kurze Nationalmannschaftspause, bevor am Mittwoch, den 20. Dezember um 19.45 Uhr in der Intercable Arena mit dem ‚ÄúTiroler Derby‚ÄĚ gegen den HC Innsbruck die traditionelle Weihnachts-‚ÄúTour de Force‚ÄĚ eingel√§utet wird ‚Äď mit nicht weniger als 10 Spielen in 23 Tagen.

Nikolaus Spitaler

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