Nichts zu holen gegen den Tabellenf√ľhrer

Nach der bitteren Ausw√§rtspleite in Asiago m√ľssen die W√∂lfe schnellstens in die Erfolgsspur zur√ľckfinden, um vor der n√§chsten Nationalteampause zumindest die theoretische Chance auf die direkte Playoffqualifikation zu wahren bzw. sich die bestm√∂gliche Ausgangslage f√ľr die Pre-Playoffs zu sichern. Gegen den Tabellenf√ľhrer aus Klagenfurt kann Kasper Vuorinen heute wieder auf die Dienste von Dan Catenacci (nach Verletzung) und Dante Hannoun (nach abgesessener Sperre) zur√ľckgreifen; anstelle des verletzten Jake Smith wird Philipp Oberhammer als Backup f√ľr Andreas Bernard fungieren.

Die W√∂lfe kommen hellwach aus der Kabine und versuchen umgehend Druck aufzubauen. Rick Schofield (knapp √ľbers Kreuzeck) und Christian Kasastul (auf die Schoner von Sebastian Dahm) geben die ersten Warnsch√ľsse auf das Tor des EC KAC ab. Nach einem Gegensto√ü f√§hrt Ivan Deluca alleine auf Dahm zu, sein Querpass auf Mantinger bleibt jedoch beim Schlussmann der K√§rntner h√§ngen. Nach einem Turnover der Klagenfurter f√§ngt Mantinger einen Puck ab und versucht es alleine, bleibt gegen Dahm jedoch nur zweiter Sieger. Der KAC wird in der 8. Minute erstmals gef√§hrlich, Thomas Vallant wird von Jan Mursak bedient, vergibt jedoch aus kurzer Distanz gegen Bernard. Gegen Mitte des ersten Drittels wandert Simon Berger nach einem Offensivfoul gegen Jesper Jensen Aabo auf die Strafbank. Die Rotjacken ziehen ein starkes Powerplay auf. Einen Schlenzer von Jan Mursak kann Bernard nicht festhalten, Nick Petersen staubt den Rebound eiskalt zum 0:1 ab. Nicht einmal eine Minute sp√§ter erh√∂ht David Maier etwas gegen den Spielverlauf auf 0:2, sehr zur Freude der √ľber 300 mitgereisten G√§ste-Fans. Die Puschtra W√∂lfe lassen sich von diesem Doppelschlag nicht beirren, Dan Catenacci hinter dem Tor bedient Zach Sill, der mit einem Onetimer aus k√ľrzester Distanz den 1:2-Anschlusstreffer f√ľr die Hausherren besorgt. Wenig sp√§ter klingelt es jedoch erneut im Kasten der W√∂lfe: Nach einem Wechselfehler fehlt in der HCP-Hintermannschaft die Zuordnung, und Nick Petersen wird mit dem Puck vor Andy Bernard komplett alleine gelassen. Der Kanadier l√§sst den Puschtra Schlussmann gekonnt aussteigen und stellt den Zwei-Tore-Vorsprung der Rotjacken wieder her, es steht 1:3 aus Sicht des HC Pustertal. Die W√∂lfe reagieren und nehmen das Tor von Sebastian Dahm unter Dauerbeschuss. Die beste Chance in dieser Phase hat Wyatt Ege, sein Backhander ist aber ein wenig zu hoch und so bleibt es bei 1:3 nach 20 Minuten.

Gleich zu Beginn des zweiten Drittels kommt der HC Pustertal mit Ryan Stanton und Joel Messner (steht frei vor dem Tor und wird von Rick Schofield genial bedient) zu zwei sehr guten Torm√∂glichkeiten. Auf der anderen Seite setzt Lukas Haudum den Puck an den Pfosten, auch der Nachschuss schafft es nicht in die Maschen. Der HC Pustertal muss seine Angriffsbem√ľhungen erh√∂hen, ohne jedoch die Defensive zu vernachl√§ssigen. Dies gelingt nur bedingt, bei einem Angriff der Rotjacken packt Andreas Bernard gegen Clemens Unterweger einen Big Save aus. Der bislang gl√ľcklose Lukas Haudum schaltet am schnellsten und h√§mmert den Rebound zum 1:4 in die Maschen. Nur 54 Sekunden sp√§ter legt Jan Mursak im Slot quer auf Nick Petersen; der KAC-Angreifer vollendet seinen Hattrick und schraubt das Ergebnis auf 1:5. Nach diesem Treffer nimmt Pustertal-Coach Kasper Vuorinen ein Timeout, um wieder etwas Ruhe ins Spiel seiner Mannschaft zu bringen. Einen Sablattnig-Schuss kann Bernard noch aus dem Kreuzeck kratzen. Eine zweimin√ľtige Unterzahl √ľberstehen die W√∂lfe souver√§n. Nach Ablauf der Strafe legt Jason Akeson im Konter quer auf Rick Schofield, dieser kommt jedoch ein bisschen zu sp√§t und so verstreicht eine weitere gute Torm√∂glichkeit f√ľr die Puschtra. Knapp vier Minuten vor der zweiten Drittelsirene darf der HC erstmals im Powerplay spielen, die schwarzgelbe Offensivabteilung l√§sst die zweimin√ľtige √úberzahl aber ungenutzt verstreichen. Auch weitere 27 Sekunden Powerplay zum Ende des zweiten Spielabschnitts √ľberstehen die Rotjacken unbeschadet.

In den verbleibenden 20 Minuten machen sich die W√∂lfe an die schier aussichtslose Aufgabe, das Spiel noch zu drehen. Die verbleibenden eineinhalb Minuten √úberzahlspiel ergeben jedoch nichts Z√§hlbares, und auch im Anschluss vereiteln die Rotjacken mit konsequentem Forechecking jegliche Angriffsversuche der W√∂lfe. Die Hausherren werfen alles nach vorne, doch bei Sebastian Dahm ist stets Endstation. Bei einem Blueliner von Kasastul steht dem d√§nischen Schlussmann die Torumrandung zur Seite, und auch ein Backhander von Dante Hannoun verfehlt sein Ziel. Die KAC-Hintermannschaft r√ľhrt nun m√§chtig Beton an, Erinnerungen an Matikainen-Zeiten werden wach. In den letzten drei Spielminuten schrauben die KAC-Angreifer das Ergebnis noch weiter in die H√∂he. Zuerst erzielt Simeon Schwinger mit dem Schlittschuh (allerdings au√üerhalb des Torraums, daher entscheiden die Referees nach Videokontrolle auf regul√§res Tor) das 1:6, und nur 62 Sekunden sp√§ter stellt Johannes Bischofberger nach einem Rush auf 1:7. In der letzten Spielminute regnet es noch eine Handvoll Strafen: Manuel Ganahl und Raphael Herburger im KAC-Dress und Joel Messner in Schwarzgelb nehmen auf der Strafbank Platz; allein, am Ergebnis √§ndert sich nichts mehr.

Nun gilt es die klare Heimniederlage gegen den Tabellenf√ľhrer schnellstm√∂glichst abzuhaken und den Fokus auf die n√§chste Partie gegen den HC Innsbruck zu richten. Die Partie in der Tiroler Landeshauptstadt wird um 17:30 Uhr angepfiffen, gegen den direkten Tabellennachbarn wiegen die Punkte um so schwerer. Auf nach Nordtirol, unterst√ľtzen wir die Puschtra Mannschaft lautstark ‚Äď auf geht‚Äôs W√∂lfe, k√§mpfen und siegen!

Andreas Baumgartner

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