Knappe Heimniederlage gegen Znojmo - am Dienstag Derby!

Nur 22 Stunden nach der Galavorstellung gegen Fehervar AV19 stehen die Wölfe erneut in der heimischen Arena auf dem Eis. Zu Gast ist mit dem HC Orli Znojmo der unmittelbare Tabellennachbar; die Begegnung hat also den Charakter eines „Sechs-Punkte-Spiels“. Die Tschechen haben gestern Dornbirn 6:1 abserviert, vor drei Wochen den HCB gar mit 10:2 aus dem Stadion geschossen. Es ist das erste Aufeinandertreffen überhaupt mit Znojmo; Coach Helminen steht wieder der gesamte Kader zur Verfügung.

Die Gäste starten wie die Feuerwehr und schießen Sholl schon in der ersten Minute warm; Top-Scorer Luciani scheitert zwei Mal ganz knapp (auch ein Pfostenknaller ist dabei). Im Gegenzug prüft Stukel Znojmo-Goalie Kantor ebenfalls ernsthaft. Nach 2:35 Minuten ist es schon so weit mit dem ersten Treffer: Sholl kann einen verdeckten Schuss von Oscadal nur abprallen lassen und Köver schiebt den Rebound zum 0:1 ins Netz. Die Wölfe reagieren ob des schnellen Gegentreffers nicht geschockt , sondern entwickeln fortan ein druckvolles Offensivspiel mit Chancen im Minutentakt. Carey (5.), Hanna (6.), Bardaro (8.), Carey (9.), Stukel (10.) und Hanna (11.) kommen zu hervorragenden Einschussmöglichkeiten; bis zum Ende des Drittels feuern die Schwarzgelben 19 Mal (erfolglos) auf das Tor von Kantor. Die Tschechen können sich nur bei einer Überzahlmöglichkeit länger im Angriffsdrittel aufhalten, doch auch diese zwei Minuten der besten Powerplaymannschaft der Liga killen die Wölfe exzellent.

Wie im ersten Abschnitt beginnt auch das zweite Drittel mit zwei Schrecksekunden. Zuerst taucht Zubov im 2-1-Break alleine vor Sholl auf, wenig später kann Luciani am langen Pfosten fast zum 0:2 eindrücken. Das Tor machen aber die Hausherren. Bei einem schnellen Vorstoß legt Willcox schön auf Hanna ab, der kurz verzögert und dann mit einem platzierten Schuss ins lange Eck den umjubelten Ausgleichstreffer erzielt (23. Min.). Nun setzen die Wölfe nach und ähnlich wie in Abschnitt 1 gibt es eine ganze Reihe an Torszenen, auch die Gäste sind im Konter immer wieder gefährlich. Und obwohl der Führungstreffer für den HCP längst verdient gewesen wäre, folgt die kalte Dusche durch das Schweden-Duo der Gäste: Immo spielt den Puck Ahl schön in den Lauf und Letzterer schießt unbedrängt zum 1:2 ein (33. Min.). Die Wölfe reagieren wütend und drücken auf den Ausgleich (I. Deluca, Hanna, Ikonen), können aber auch auf Sholl zählen, der den im Konter alleine vor ihm aufkreuzenden Ahl und Matus jeweils mit Big Saves einen weiteren Treffer verwehrt.

Auch im letzten Drittel bringen die Wölfe von Beginn viele Pucks aufs Tor, doch Kantor steht wie eine Wand und lässt sich nicht bezwingen. Bei einem schnellen Konter der Tschechen kann Kristensen Zubov nur regelwidrig stoppen, und diesmal ist die Powerplayformation von Znojmo erfolgreich. Nach nur 9 Sekunden zirkelt Ahl die Scheibe ins Kreuzeck – 1:3 nach 44 Spielminuten. Durch diesen Zweitorerückstand geht der Elan etwas verloren, doch der HCP gibt nicht auf. In der 56. Minute gelingt der verdiente Anschlusstreffer – Bardaro verkürzt mit einem Gewaltschuss im Powerplay auf 2:3. Die Hoffnungen auf den Ausgleich erstickt der Gegner aber postwendend; nur 30 Sekunden später stellt Brittain auf 2:4.

Damit müssen die Wölfe nach vier Siegen in Folge erstmals wieder als Verlierer vom Eis gehen. Die Marschrichtung stimmt jedoch, und auch wenn heute bei über 40 Schüssen beim überragenden Znojmo-Goalie Kantor Endstation war, haben Einsatz und Moral von der ersten bis zur letzten Minute gepasst. Und so kann man ohne Scheu dem großen Derby gegen den HC Bozen entgegenblicken, welches bereits am Dienstag über die Bühne geht. Spielbeginn in der Landeshauptstadt ist 19:45 Uhr. Das nächste Heimspiel hingegen gibt es dann am Stephanstag gegen Olimpija Ljubljana (Sonntag, 26.12., 18.00 Uhr).

Daniel Weger

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