#PUSCHTRAPREVIEW 7 - 28.10.2026
Wiedersehen mit den Bullen, Derby-Revanche bei den Haien30.10.26 vs. EC Red Bull Salzburg, 19:45 Uhr
01.11.26 @ HC TIWAG Innsbruck, 17:30 Uhr
Nach einer perfekten Woche mit drei Siegen in fünf Tagen und mittlerweile vier Erfolgen in Serie wartet auf den HC Falkensteiner Pustertal erneut ein österreichisches Doppel: Am Freitag gastiert der EC Red Bull Salzburg in der Intercable Arena, ehe die Wölfe am Sonntag, an Allerheiligen, zum zweiten Tiroler Derby der Saison nach Innsbruck reisen. Beide Duelle sind mit besonderen Erinnerungen verbunden: Gegen Salzburg kommt es zum ersten Wiedersehen seit dem historischen Viertelfinal-Sweep im vergangenen März, als die Puschtra den damaligen Serienmeister mit 4:0 aus den Playoffs warfen. In Innsbruck wiederum gilt es, die Scharte vom 16. Oktober auszuwetzen, als die Haie mit einem 3:2-Overtime-Erfolg in Bruneck die lange Siegesserie der Wölfe beendeten.
EC Red Bull Salzburg
Beim zehnfachen Meister der ICE Hockey League läuft es auch nach dem Playoff-Aus im Frühjahr nicht rund: Nach dem zweitschlechtesten Ligastart der Klubgeschichte und einer deutlichen Heimpleite gegen Linz steckten die Bullen Mitte Oktober im Tabellenkeller. Am 19. Oktober wurde Headcoach Alan Letang, der das Amt erst im Sommer übernommen hatte, gemeinsam mit seinem Trainerteam freigestellt. Neuer Cheftrainer ist der Finne Teemu Levijoki, der seit 13 Jahren in der Red Bull Eishockey Akademie tätig ist und zuletzt die Red Bull Hockey Juniors in der Alps Hockey League betreute. Der Trainerwechsel zeigte sofort Wirkung: Unter Levijoki gelangen ein 1:0-Heimsieg gegen Olimpija Ljubljana, ein 4:2-Auswärtserfolg in Innsbruck und zuletzt ein 7:2-Kantersieg gegen die Pioneers Vorarlberg – drei Siege aus drei Spielen. Verzichten muss Salzburg derzeit auf Kapitän Thomas Raffl sowie mehrere Wochen auf Olivier Galipeau und vor allem auf Peter Schneider, der mit neun Treffern lange Zeit die Torschützenliste der Liga anführte.
HC TIWAG Innsbruck
Nach dem 3:2-Overtime-Erfolg in Bruneck, mit dem die Haie ihre Negativserie gegen die Wölfe beendeten und den dritten Sieg in Folge feierten, ist bei den Nordtirolern zuletzt wieder Sand ins Getriebe gekommen. Auf eine 2:5-Niederlage gegen Olimpija Ljubljana folgte ein deutliches 0:6 beim Tabellenführer in Bozen, am vergangenen Freitag mussten sich die Haie vor eigenem Publikum auch Salzburg mit 2:4 geschlagen geben – trotz einer furiosen Schlussoffensive, bei der sie dem Ausgleich ganz nahe waren. Am Sonntag folgte mit dem 0:4 in Villach bereits die vierte Niederlage in Serie. Die Mannschaft von Headcoach Ryan Kinasewich lebt weiterhin von ihrer Offensivachse um Steven Owre, Sebastian Benker und Nikita Scherbak sowie von Goalie Sam Harvey, der seine Vorderleute mit starken Paraden immer wieder im Spiel hält. Für die Haie wird es am Wochenende ebenfalls eng: Am Samstag empfangen sie FTC-Telekom, ehe tags darauf bereits das Derby gegen die Wölfe auf dem Programm steht – zwei Heimspiele an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.
EC Red Bull Salzburg
In der Gesamtbilanz der Regular Season liegen die Bullen mit 12:8 Siegen zwar weiterhin vorne, die jüngere Vergangenheit gehört jedoch eindeutig den Wölfen. Bereits im Grunddurchgang 2025/26 entwickelte sich Salzburg zum regelrechten Lieblingsgegner der Puschtra: Aus vier Begegnungen holte der HCP 10 von 12 möglichen Punkten, darunter ein 5:3-Auswärtssieg im Oktober und der 4:1-Heimerfolg im Jänner, mit dem die Wölfe eine Salzburger Siegesserie von elf Spielen beendeten. Den Höhepunkt erreichte das Duell aber im Viertelfinale: Nachdem sich die Bullen die Wölfe als Gegner ausgesucht hatten, setzte sich der HCP in vier Spielen mit jeweils nur einem Tor Unterschied durch. Unvergessen bleibt das entscheidende vierte Spiel in der Intercable Arena, in dem Kapitän Raphael Andergassen in der 106. Minute – im viertlängsten Spiel der Ligageschichte – den 2:1-Siegtreffer erzielte. Für Salzburg war es die erste Playoff-Serie der Klubgeschichte ohne einen einzigen Sieg. Rechnet man die Playoffs hinzu, ist die Gesamtbilanz nach 24 Duellen mit 12:12 Siegen nun völlig ausgeglichen, auch das Torverhältnis von 64:65 aus Sicht der Wölfe könnte kaum knapper sein. Die Bullen werden also am Freitag nicht nur Punkte, sondern auch eine Revanche im Sinn haben.
HC TIWAG Innsbruck
Die Head-to-Head-Bilanz zwischen dem HC Falkensteiner Pustertal und den Innsbrucker Haien spricht weiterhin klar für die Schwarz-Gelben: In den bisherigen 21 ICE Hockey League Duellen gingen die Wölfe 14 Mal als Sieger vom Eis, sieben Mal behielten die Nordtiroler die Oberhand, das Torverhältnis lautet 91:57. Beim ersten Saisonduell vor gut zwei Wochen gelang den Haien allerdings, was ihnen seit Dezember 2023 nicht mehr geglückt war: Nach neun Niederlagen in Folge gegen den HCP setzten sich die Innsbrucker in der Intercable Arena mit 3:2 nach Verlängerung durch, Sebastian Benker erzielte den Siegtreffer. In der TIWAG Arena fühlten sich die Wölfe zuletzt allerdings äußerst wohl: Beide Gastspiele der vergangenen Saison endeten mit Kantersiegen (8:1 zum Saisonauftakt und 7:1 am Stephanstag). An diese Auftritte wollen die Puschtra am Sonntag anknüpfen.
EC Red Bull Salzburg
Mit Ty Rattie haben die Bullen Mitte Oktober auf ihre schwierige Situation reagiert und einen Stürmer mit beachtlichem Lebenslauf verpflichtet. Der 33-jährige Kanadier wurde in der Kaderschmiede WHL ausgebildet und sammelte anschließend sechs Jahre lang Erfahrung in NHL und AHL, wo er auf knapp 100 NHL-Einsätze für die St. Louis Blues, die Carolina Hurricanes und die Edmonton Oilers kam. Seit 2019 ist Rattie in Europa aktiv: Nach Stationen in der KHL und der finnischen Liiga etablierte er sich in der schwedischen SHL, wo er in fünf Saisonen für Timrå und Linköping 82 Tore und 97 Assists in 245 Spielen verbuchte und 2023/24 als punktbester Legionär der Liga ausgezeichnet wurde. Im vergangenen Frühjahr wechselte er noch zum HC Fribourg-Gottéron und krönte sich dort mit neun Scorerpunkten in 13 Spielen zum Schweizer Meister. Rattie gilt als intelligenter Offensivspieler mit ausgeprägtem Torinstinkt, der sich selbst inzwischen als kompletten Two-Way-Spieler sieht. Gerade nach den Ausfällen von Peter Schneider und Thomas Raffl ruhen auf seinen Schultern große Hoffnungen im Salzburger Angriff.
HC TIWAG Innsbruck
Einer der Gewinner des Innsbrucker Saisonstarts ist Verteidiger Connor Mayer. Der 27-jährige US-Amerikaner aus Champlin in Minnesota durchlief die Juniorenliga USHL und absolvierte anschließend fünf Jahre am Colorado College, wo er in 159 NCAA-Spielen zum Einsatz kam. Danach sammelte er Erfahrung im nordamerikanischen Profieishockey, unter anderem mit 22 AHL-Spielen für die Colorado Eagles und zuletzt einer Saison bei den South Carolina Stingrays in der ECHL, ehe er im Sommer erstmals den Sprung nach Europa wagte. Galt Mayer in Nordamerika vor allem als verlässlicher Defensivverteidiger und fleißiger Schussblocker, hat er in Innsbruck auch seine offensive Seite entdeckt: Gegen Villach erzielte er den Siegtreffer in der Verlängerung, beim Derby-Sieg in Bruneck bereitete er einen Treffer von Steven Owre vor und zuletzt traf er gegen Salzburg im Powerplay von der blauen Linie. Die Wölfe sind also gewarnt.
Die Personalsituation entspannt sich weiter: Henry Bowlby hat bereits beim Ungarn-Doppel sein Comeback gegeben, damit fehlen Coach Jaspers nur noch Eddie Pasquale und Austin Rueschhoff, die sich weiterhin in Rekonvaleszenz befinden. Der Rest der Mannschaft ist für das Spielwochenende einsatzbereit.
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