Veröffentlicht am 10.09.2026
Die Spiele zwischen München und dem EV Bruneck bzw. HC Pustertal sind relativ schnell erzählt. 1973 fuhr der Serie A-Frischling EV Bruneck in das (bis vor Kurzem noch aktuelle) Münchner Eissportzentrum. Einige Monate vorher war es noch für die Boxkämpfe der Olympischen Spiele 1972 und ohne Eis in Verwendung, nun aber zog der EHC 70 München ein. Das Endresultat dieses Saisonvorbereitungsspiels ist unbekannt, für Heiner Crepaz und seine Jungspunde setzte es gegen den Oberligisten eine knappe Niederlage.
Gewissermaßen gegen „Abschluss“ der Ära EHC 70 München reiste der EVB noch einmal in die bayrische Landeshauptstadt. Der 1970 gegründete Verein spielte 1980/81 seine einzige Bundesliga-Saison, stieg ab und übernahm sich finanziell, sodass 1982 das „Aus“ mit der Gründung von Nachfolgeverein Hedos München folgte.
Im Frühjahr 1981 trafen München und Bruneck wieder im Olympia-Eissportzentrum aufeinander, diesmal – damals noch nicht unüblich – zu einem Saisonabschluss-Match. Der Bundesliga-Absteiger verstärkte seine Reihen mit nicht weniger als den beiden Riessersee-Superstars Ignaz Berndaner und Vladimir Dzurilla (damals hinter Tretjak der zweitbeste Goalie der Welt), der von Gianfranco Da Rin betreute EV Bruneck war im Begriff eine feste Größe in der Serie A zu werden. Auch hier war leider kein gesichertes Endresultat mehr in der Erfahrung zu bringen.
Erst im September 2009 kreuzten die beiden Teams wieder die Schläger. Im altehrwürdigen Rienzstadion war der EHC München noch ohne Red Bull auf der Brust und als DEL2-Verein zu Gast. Auch von diesem Abend gibt es etwas zu erzählen: Aufgrund einer riesigen Mure, die in Franzensfeste herabging, musste der EHC einen beschwerlichen Umweg nach Bruneck nehmen, das Spiel begann mit beträchtlicher Verspätung und aufgrund der Unwetter in Südtirol im typischen Nebel des halboffenen Rienzstadions. Trotzdem kamen 1.300 Zuschauer. Der HCP siegte 5:4 nach Penaltyschießen (Tore: Sparber, Kelly, Helfer, Sirianni, entscheidender Penalty Tuomainen). Von damals sind übrigens auch heute noch 2 Exponenten mit an Bord des Gegners in der Intercable Arena: der damalige Spieler Neville Rautert ist heute Sportmanager und der aktuelle Manager der Münchner Christian Winkler hat den Verein als Oberligisten 2004 übernommen!
2012 dann gab es ein weiteres Aufeinandertreffen in Bruneck. Der HC Pustertal zog dabei gegen den (inzwischen) DEL-Club „EHC Red Bull München“ mit 2:7 den Kürzeren (Tore Helfer, Bona). Das Trainertandem beim Gegner war damals Pat Cortina/Maurizio Mansi.
Zusammen im Team: Sohn Josef „Peppo“ Crepaz, beim Testspiel in München 1973 und damals 16 Jahre jung mit Vater und Goalie Heiner Crepaz.