Nach dem erfolgreichen Wochenende mit Siegen in Vorarlberg und gegen Linz sind die Villacher Adler in Bruneck zu Gast. Der VSV liegt 3 Punkte hinter dem HCP auf Platz 3 und ist vor allem auswärts bisher sehr erfolgreich aufgetreten. Coach Jaspers muss in der Verteidigung auf Blum verzichten, der durch den jungen Nitz ersetzt wird; für den 18-Jährigen ist es das Debüt in der ICE Hockey League. Im Angriff ist Ierullo zurück im Lineup. Bei Villach feiert Kulda sein Comeback im blauweißen Dress (Ersatz für den verletzten Wall).
Das Spiel beginnt verhalten; beide Teams gehen in den ersten Minuten kein Risiko. Auf Seiten des HCP ist ein abgefälschter Schlenzer von Lauridsen (4.) zu verzeichnen; die Gäste hingegen kommen häufiger zum Abschluss, ohne jedoch wirklich gefährliche Aktionen kreieren zu können. Erst nach 13 Minuten gelangt Frycklund nach schöner Kombi über Purdeller und Rueschhoff zu einer nennenswerten Möglichkeit. Gleich darauf müssen die Wölfe eine Unterzahl bestreiten, was ohne größere Probleme gelingt. Dies dient zugleich als Weckruf für das Heimteam: nun investieren auch die Schwarzgelben mehr in die Offensive und kommen mit Bardreau (16., im Konter auf Pass von Bowlby), Ticar (17.), Ierullo (18.) und Di Tomaso (18.) zu gefährlicheren Abschlüssen. Den Schlusspunkt im ersten Drittel setzt Pasquale, der mit einem Big Save den Rückstand verhindert, als Helewka völlig freistehend im rechten Slot zum Abschluss kommt.
Im zweiten Abschnitt kommen die Gäste entschlossener aus der Kabine. Bei einer Chance von Sintschnig (23.) bleibt Pasquale noch Sieger, doch wenig später muss er hinter sich greifen: Lindner tankt sich zentral durch und schießt, den Rebound versenkt Hutchison zum 0:1 (25.). Nun erhöhen die Wölfe die Drehzahl und werden von Minute zu Minute stärker. Lauridsen (27., 29.), Purdeller (31.) und Mantinger (31.) prüfen Cannata im Tor der Blauweißen. In einem ersten Powerplay gibt es ebenfalls einige Chancen, doch der Ausgleich fällt wenig später in einem weiteren Powerplay: Di Tomaso zieht an der blauen Linie ab, und Katic wehrt den Abpraller mit der Hand ins eigene Gehäuse ab (1:1; 36.). Die Freude in der Intercable Arena hält jedoch nicht lange an. Gleich beim ersten darauf folgenden Konter legt Wallenta quer auf Hancock und die Nummer 16 des VSV erzielt mit einem Onetimer das 1:2 (37.). Damit nicht genug: nur 19 Sekunden später lenkt Helewka einen Schuss von Macpherson ins Kreuzeck – 1:3 und eine bittere kalte Dusche. Die Wölfe reagieren aber in dieser Phase gut und üben in der Schlussphase des Drittels viel Druck aus. Belohnt wird das Bemühen durch Rueschhoff, der mit Schwung links ins Drittel fährt, einen Querpass auf Purdeller andeutet und den Puck selbst ins lange Kreuzeck setzt (2:3; 40.).
Im Schlussabschnitt muss der HCP zuerst eine Unterzahl überstehen, bei der Villach nur ein Mal gefährlich werden kann. Dabei ist jedoch einiges an Glück dabei, der Schuss von Lindner prallt nämlich vom Innenpfosten zurück ins Feld (42.). Wenig später können die Wölfe dann in Überzahl agieren, und nach einer Schrecksekunde (Ruchenwald und Van Nes im Break alleine) haben sie die ganz großen Möglichkeiten auf den Ausgleich: zuerst entwischt Rueschhoff, scheitert aber an Cannata, dann kommt Saracino im Slot ganz frei zum Abschluss und kann ebenfalls nicht verwerten (46.). In der Folge sind die Schwarzgelben spielbestimmend und wollen den Ausgleich, der VSV kommt immer wieder zu schnellen Entlastungsangriffen. Belohnt werden die Bemühungen letztlich in der 59. Spielminute, als Bowlby mit viel Energie quer vors Tor zieht, Cannata abprallen lassen muss und Saracino den Rebound zum umjubelten Ausgleich verwertet (3:3). Somit geht es in die Verlängerung, in der die Wölfe weiter klar spielbestimmend sind (Pasquale wird kein einziges Mal geprüft) und ihre vierte Chance schließlich verwerten können: JC Lipon erzielt mit einem präzisen Schuss über die Schulter von Cannata den 4:3-Siegtreffer! Durch die 2 Punkte zieht der HCP am spielfreien Olimpija vorbei und rangiert erstmals als alleiniger Tabellenführer.
Weiter geht es bereits am Sonntag, wenn die Wölfe auswärts auf den Meister treffen. Anpfiff in der Eisarena Salzburg ist bereits um 16:30 Uhr.