Zwei Tage nach dem erfolgreichen Saisonauftakt mit dem Heimsieg gegen Graz gastiert der HC Falkensteiner Pustertal in Klagenfurt. Das Heimteam zieht nach einem 7:1 in Salzburg ebenfalls mit breiter Brust in die Partie. Coach Jaspers kann auf das komplette Lineup zurückgreifen, beim KAC fehlen Hochegger und Hudson.
Die Begegnung kommt ohne großes Abtasten sofort in Fahrt, beide Teams feuern früh Schüsse ab, sodass die beiden Goalies schnell ins Spiel finden. Die erste nennenswerte Aktion hat Purdeller in der 5. Minute; sein Wraparound findet jedoch nicht den Weg ins Netz. Noch im selben Shift bedient die Nummer 34 im Konter Rueschhoff, dessen Abschluss von Dahm entschärft wird. Kurz darauf geraten Lipon und MacKinnon aneinander, den Fight kann JC klar für sich entscheiden. Wenig später fallen innerhalb weniger Sekunden vier (etwas kleinliche) Strafen, sodass es zur seltenen Situation kommt, dass sich beide Teams drei gegen drei gegenüberstehen. Zu nennenswerten Möglichkeiten führt das jedoch nicht. In der zweiten Hälfte des Drittels flacht das Spiel etwas ab; die größte Chance hat der aufgerückte Nickl nach 13 Minuten, doch Pasquale ist zur Stelle. Kurz vor Ende des Abschnitts müssen die Wölfe in Unterzahl, wobei es nur einmal richtig brenzlig wird, als eine Hereingabe von Drozg keinen Abnehmer findet. 0:0 nach zwanzig Spielminuten.
Im zweiten Abschnitt kommen die Wölfe lange nicht ins Spiel, die Rotjacken sind nun klar spielbestimmend. Der heute als Angreifer aufgebotene Sablattnig kommt in der 23. und in der 24. Minute zu den besten Möglichkeiten in dieser Phase. Ein Unterzahlspiel (Strafe gegen Zandegiacomo) wird wieder ohne Probleme gekillt. Die einzige nennenswerte Offensivaktion hat Fitzgerald, dessen Onetimer im Außennetz landet (27. Min.). Nach 30 Spielminuten gehts erneut ins Penaltykilling, und diesmal nutzen die Hausherren diese Möglichkeit. Zuerst scheitert St. Denis am Außenpfosten, dann findet ein Schuss von Nickl – noch abgefälscht von einem Pusterer Verteidiger – den Weg ins Tor (1:0; 31. Min.). In der 35. Minute kommen Purdeller und Rueschhoff zu zwei Chancen. Danach kommen auch die Schwarzgelben zu ihrem ersten vollständigen Powerplay: die Scheibe läuft gut und man verbringt zwei Minuten im KAC-Drittel, echte Abschlüsse bleiben jedoch Mangelware. Am Ende vertändelt Farrance noch die Scheibe an der blauen Linie, und der von der Strafbank kommende St. Denis zieht alleine auf Pasquale zu, kann aber nicht verwerten (38.). So geht es mit 1:0 für die Rotjacken zum zweiten Pausentee.
Im Schlussdrittel versuchen die Wölfe zunächst, zum Ausgleich zu kommen. In der 44. Minute ist es die vierte Linie, die mächtig Druck macht und mit Zandegiacomo nur knapp scheitert. Zwei Minuten später legt Lipon im Konter quer auf Bardreau, dessen Onetimer aber ebenfalls nicht den Weg ins Netz findet. Effizienter zeigen sich die Gastgeber: In einem Zwei-auf-eins-Konter bedient Sablattnig Fraser, dessen Schuss von Pasquale gehalten wird; Sablattnig zirkelt die Scheibe aus spitzem Winkel jedoch ins Tor – 2:0 nach 47 Minuten. Nach einem Onetimer von Fitzgerald (50.) gelingt den Rotjacken im Powerplay mit einem Traumtor sogar das 3:0: St. Denis spielt nach einer Puckstafette direkt vors Tor, wo Fraser zur Stelle ist und aus kurzer Distanz einschießt (53.). Trotz dieses enttäuschenden Zwischenstands geben sich die Wölfe nicht geschlagen und spielen mutig nach vorne. Und das Engagement wird belohnt: Bardreau fälscht einen Pass von Bowlby vor Dahm noch entscheidend ab (3:1, 55.), und Purdeller lupft die Scheibe aus kurzer Distanz unter die Latte (3:2, 56.). Das Spiel ist wieder offen. Die Wölfe werfen in den letzten Minuten alles nach vorne, doch der Ausgleichstreffer will nicht mehr gelingen. So muss man ohne Punktgewinn die Heimreise antreten.
An den nächsten beiden Spieltagen (Mittwoch und Freitag) hat der HCP kein Spiel. So geht es am Sonntag in einer Woche weiter: beim Family Day mit Beginn um 17:00 Uhr sind die Black Wings Linz in der Intercable Arena zu Gast.