#PUSCHTRAPREVIEW - 13.04.2026

Das Finale der Premieren: Wölfe gegen 99ers

15.04.26 @ Moser Medical Graz99ers, 19:45 Uhr (LIVE auf ORF Sport+ & DAZN Italia)

17.04.26 vs. Moser Medical Graz99ers, 19:45 Uhr (AUSVERKAUFT – live auf Sport Europe TV)

19.04.26 @ Moser Medical Graz99ers, 16:30 Uhr (LIVE auf ORF 1, DAZN Italia & TV33) 

22.04.26 vs. Moser Medical Graz99ers, 19:45 Uhr (AUSVERKAUFT – live auf ORF Sport+ & Sport Europe TV)

24.04.26 @ Moser Medical Graz99ers, 20:00 Uhr (falls nötig)

26.04.26 vs. Moser Medical Graz99ers, 16:30 Uhr (falls nötig)

29.04.26 @ Moser Medical Graz99ers, 19:15 Uhr (falls nötig)

Nach einem historischen Siegeszug, der mit einem unglaublichen „Sweep“ gegen den amtierenden Meister Red Bull Salzburg begann und in einem 4:1-Halbfinal-Seriensieg gegen Ljubljana gipfelte, steht der HC Falkensteiner Pustertal erstmals in seiner Geschichte im Finale der win2day ICE Hockey League! Während die Favoriten reihenweise stürzten, haben sich die Wölfe in einen wahren Rausch gespielt. Nun wartet der Endgegner: Die Moser Medical Graz99ers. Es ist das Duell der Premieren, denn eines steht fest: 2026 wird es einen neuen Namen auf der Karl-Nedwed-Trophäe geben. In Bruneck herrscht Ausnahmezustand, binnen weniger Stunden waren beide Heimspiele in der Intercable Arena restlos ausverkauft. Für alle, die kein Ticket ergattern konnten, wird der Tschurtschenthaler-Platz zur schwarz-gelben Fanzone. Es ist alles bereit für das größte Eishockey-Fest, das das Pustertal je gesehen hat!

Gegner-Update

Die Graz99ers sind in dieser Saison das Maß aller Dinge. Als souveräner Grunddurchgangssieger spazierten sie durch Viertelfinale (4:0 gegen den VSV) und Halbfinale (4:0 gegen Fehérvár AV19) und stehen bereits seit dem Ende des Viertelfinales als österreichischer Meister fest. Dabei sah die Welt in Graz vor gerade einmal zwei Jahren noch duster aus: Die 99ers schlossen den Grunddurchgang als abgeschlagenes Tabellenschlusslicht ab, eine Ära ging zu Ende. Langzeit-Präsident Jochen Pildner-Steinburg nahm den Hut und übergab das Zepter an den Unternehmer Herbert Jerich. Dieser krempelte den Verein komplett um, nahm massiv Geld in die Hand und lockte zahlreiche Top-Spieler an die Mur. Die Grazer bestechen heuer durch eine beängstigende mannschaftliche Geschlossenheit über alle vier Linien hinweg. Besonders die Defensive ist das Prunkstück: In den bisherigen 8 Playoff-Partien ließen die Steirer lediglich 9 Gegentore zu – ein defensives Bollwerk, das nur schwer zu knacken ist. Der Erfolg ist eng mit einem Namen verknüpft: Dan Lacroix (sein Sohn Cédric spielte letztes Jahr beim HCP). Seit er das Zepter des frühzeitig entlassenen Ex-Trainers Harry Lange übernommen hat, weht ein anderer Wind an der Mur. Eine Bilanz von 30 Siegen aus 36 Spielen (83% Quote) zeugt von einer taktischen Disziplin, die man in Graz in dieser Form lange vermisste. Sorgenfalten gab es zuletzt auf der Torhüterposition: Ausnahme-Goalie Maxime Lagacé, der mit der Erfahrung aus den besten Ligen der Welt (NHL & AHL) nach Graz kam, verletzte sich im Halbfinale gegen Fehérvár. Doch der Kanadier wird voraussichtlich zum Serienstart am Mittwoch wieder zwischen den Pfosten stehen, wobei Backup Nicolas Wieser im Halbfinale bewiesen hat, dass er mehr als nur ein Ersatz ist.

Bisherige Bilanz

Blickt man in die Geschichtsbücher der ICE Hockey League, trifft man auf eine ausgewogene Gesamtbilanz. In bisher 20 Aufeinandertreffen behielten elf Mal die Steirer die Oberhand, während neun Mal die „Puschtra“ jubeln durften. In der laufenden Spielzeit hatten die 99ers allerdings meist das bessere Ende für sich. Die Wölfe konnten am 29. Oktober drei Punkte aus dem Grazer “Bunker” entführen, in den restlichen drei Saisonbegegnungen zeigten sich die Murstädter jedoch gnadenlos effizient und entschieden die Partien für sich.

Men to watch | Spieler im Fokus

Wenn man die Grazer Erfolgsmaschinerie analysiert, kommt man an einem Namen nicht vorbei: Maxime Lagacé. Der Kanadier mit NHL- und SHL-Erfahrung  ist – neben HCP-Schlussmann Eddie Pasquale – der wohl beste Rückhalt, den die Liga aktuell zu bieten hat und wird auch nächstes Jahr das Grazer Tor hüten. In der Defensive stechen zwei Akteure besonders hervor, deren Wege nach dieser Saison wohl in verschiedene Richtungen führen werden. Da ist zum einen Kasper Kotkansalo: Der Finne kam erst Ende Dezember als Ersatz für Frank Hora nach Graz, schlug aber ein wie eine Bombe und verlieh der Abwehr sofort zusätzliche Stabilität. Dass er nächste Saison bereits einen Vertrag in Espoo (Finnland) unterschrieben hat, hindert ihn nicht daran, aktuell einer der verlässlichsten Verteidiger der Liga zu sein. Ihm zur Seite steht Kapitän Korbinian Holzer, der sich nach einer Lungenentzündung gerade zurückkämpft  und dessen Physis und Erfahrung für das Team unersetzlich sind. In der Offensive gilt es vor allem auf Kevin Conley zu achten. Die Nachverpflichtung des US-Amerikaners, der erst Mitte Februar zum Team gestoßen ist, erwies sich als echter Goldgriff. Der 29-Jährige sammelte wertvolle Erfahrungen in der American Hockey League (AHL) bei Adressen wie den Iowa Wild und den Manitoba Moose. Bei seinem Europa-Debüt überzeugte Conley von Beginn an mit seiner Schnelligkeit und Spielübersicht und setzt seither wichtige Akzente im Grazer Angriffsspiel.

Stimmen vor dem Spiel

Daniel Glira: “Wir haben gut Zeit gehabt, uns auf die Final-Serie vorzubereiten. Es wird in Graz eine unglaubliche Stimmung herrschen, was uns zusätzlich anspornt, im besten Fall mit einem Sieg in die Serie zu starten.”

Nick Saracino: “Wir freuen uns riesig auf die Finals und sind bereit, loszulegen. Es wird sehr schwierig werden, wobei gleich Spiel 1 schon sehr wichtig sein wird. Es wird ein harter Kampf werden!”