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HC Pustertal - EK Die Zeller Eisbären | 8:6 (5:1, 2:1, 1:4)

HC Pustertal
 
EK Die Zeller Eisbären

THU | 05.12.2019 - 20:00
Bruneck Rienzstadion Brunico

Torfestival bei der Zivilschutz Hockey Night

Heimspiel gegen die Eisbären aus Zell am See heute im Rienzstadion. Die Gäste haben sich still und heimlich in der Tabelle auf Rang 5 vorgearbeitet und sind eines der Überraschungsteams der Liga bisher. Beim 6:5-Sieg in Asiago vor zwei Wochen haben sie gezeigt, dass sie nicht nur die Tabellennachzügler besiegen, sondern auch die „Großen“ schlagen können. Beim HCP fehlen neben dem verletzten Althuber auch Cristellon, Zecchetto (beide U20-Nationalteam) sowie Piroso (überzählig).

Ganz im Zeichen der Aktion für die geladenen Zivilschützer im Publikum legen die Wölfe sprichwörtlich los wie die Feuerwehr: bereits nach 2 Minuten steht es 1:0. Carozza bricht rechts durch, bedient ideal Lewis, der den Puck ins Kreuzeck hebt und die Wölfe früh in Führung bringt. Schon wenig später kommen die Eisbären jedoch zum Ausgleich: Selan zieht an der blauen Linie ab und der Puck wird unhaltbar für Stoll abgefälscht und schlägt ebenfalls im Kreuzeck ein. Nur 19 Sekunden später ändert sich das Resultat neuerlich. Concis Schuss wird abgefälscht und fliegt weit übers Tor, prallt jedoch prompt von der Plexiglasscheibe zurück in den Slot, wo die Nummer 54 am schnellsten reagiert und Frank mit einem Backhand-Direktschuss ins kurze Eck überrascht. Als die Wölfe zum ersten Mal in Überzahl agieren, kann der Gäste-Torhüter einen der gefürchteten Onetimer von Roland Hofer nur kurz abwehren, Max Oberrauch ist zur Stelle und versenkt den Rebound zum 3:1. Die Gäste wirken ob dieses Rückstandes wie gelähmt und lassen die Wölfe nach Belieben schalten und walten. Und so erhöht der HCP innerhalb nur einer Minute sogar auf 5:1: zuerst kann Carozza im Powerplay den sträflich allein gelassenen Traversa anspielen, und dieser erzielt durch die Schoner des Eisbären-Goalies das 4:1, wenig später ist Gander nach einem langen Pass von Brighenti alleine vor dem Tor und versenkt Treffer Nummer 5. Nach dem ersten Abschnitt lautet das Schussverhältnis 19:5, viel deutlicher kann man das Spiel nicht dominieren.

Im zweiten Drittel prüft zuerst Hofer Schluderbacher, der erst vor zwei Tagen aus Villach zu den Eisbären zurückgekehrt ist und nach dem fünften Gegentreffer Frank im Zeller Tor abgelöst hat. Dann gibt es mit einem Pfostentreffer von Sotlar ein Lebenszeichen der Gäste aus Salzburg. Der Anschlusstreffer gelingt aber nicht, und so sind die Wölfe weiter spielbestimmend und kommen mit Oberrauch, Berger, Traversa und Andergassen (Pfosten) zu guten Einschussmöglichkeiten. Nach 30 Minuten sehen die 700 Zuseher im Stadion den siebten Treffer des Abends. Wieder zieht Roland Hofer an der Blauen ab und Berger kann den Abpraller verwerten – 6:1. Ähnliches gelingt kurz darauf auf der Gegenseite Tschernutter: auch er ist nach einem Oraze-Schuss zur Stelle und erzielt im Rebound das 6:2. 30 Sekunden später verlädt Conci Schluderbacher und schiebt zum 7:2 ein – der zweite Treffer des Abends für den Mann aus Pergine.

Im Schlussabschnitt kommen die Wölfe durch Oberrauch gleich zu einer tollen Chance. Danach schrauben sie aber das Tempo zurück und lassen es gemütlich angehen. Zu gemütlich, wie sich bald herausstellen wird. Als zuerst Traversa und wenig später Helfer auf die Strafbank müssen, nutzen die Gäste beide Powerplaysituationen schnell und eiskalt: Herzog erzielt mit einer schönen Direktabnahme das 7:3, Selan mit einem verdeckten Schuss das 7:4. Und als Hansson mit einem Schuss von der blauen Linie mit dem 7:5 den dritten Gästetreffer innerhalb 95 Sekunden markiert, wird es unruhig im Stadion. Mattila reagiert nun sofort und nimmt die Auszeit, um seine Mannen zur Ordnung zu rufen.  Dies gelingt auch, und die Wölfe setzen sich wieder im gegnerischen Drittel fest und haben mit Andergassen eine gute Möglichkeit. Vier Minuten vor Ende entwischt aber Herzog im Konter und kann auf 6:7 verkürzen. Nun wird es noch einmal richtig spannend im Rienzstadion. Tschernutter hat auch tatsächlich den Ausgleich auf dem Schläger, doch Stoll ist aufmerksam. 37 Sekunden vor Ende erlöst schließlich Lewis die Wölfe und die Fans mit dem 8:6 ins empty net.

Mit diesem Sieg rückt der HCP wieder vor auf Platz 2 im Gesamtklassement. Am Samstag steht die Auswärtspartie in Gröden auf dem Programm, wo es Revanche zu nehmen gilt für die Heimniederlage vom Oktober gegen die Furie.


Daniel Weger

Flickr Photos