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HC Pustertal - HDD SIJ Acroni Jesenice | 3:4 (1:0, 2:3, 0:1)

HC Pustertal
 
HDD SIJ Acroni Jesenice

WED | 04.03.2020 - 20:00
Bruneck Rienzstadion Brunico

Wölfe behaupten trotz knapper Niederlage die Tabellenführung und dürfen als erste ihren Playoffgegner auswählen

HC Pustertal SpieltagLetztes Masterround-Spiel heute im Rienzstadion gegen Jesenice. Die Wölfe können mit einem Heimsieg endgültig Platz 1 absichern, für Jesenice hingegen ist aufgrund des äußerst knappen Tabellenstandes zwischen Platz 3 und 6 noch alles möglich.

Beim HCP fehlt heute eine ganze Angriffsreihe, Axel Kammerer muss auf die angeschlagenen MacArthur, Lewis und Traversa verzichten, er kann somit nur dreieinhalb Sturmreihen aufbieten. Bei Jesenice fehlt der langzeitverletzte Nr. 1 Goalie Bonvalet.

Beide Mannschaften starten sehr schwungvoll in die Partie, die eisläuferisch starken Slowenen spielen sich immer wieder gekonnt vor den Kasten von Furlong, dieser bleibt jedoch stets Herr der Lage, während die Wölfe mit geradlinigem Angriffsspiel dagegen halten und Jesenice Goalie Kogovsek einige Male in Verlegenheit bringen. Bereits nach einer Spielminute muss erstmals ein Slowene auf die Strafbank und wie bereits in den letzten Spielen zeigt der HCP ein gutes Powerplay. Nach einigen Kombinationen im Angriffsdrittel zieht Armin Hofer von der blauen Linie ab und der Schuß findet über Umwege den Weg ins Tor zum frühen Führungstreffer für die Hausherren ab (3. Min). McNally, Carozza, Brighenti und Oberrauch finden noch weitere gute Gelegenheiten auf das 2:0 vor, Jesenice wird hingegen lediglich bei einem Pfostenschuss von Tomazevic so richtig gefährlich, somit geht es mit der verdienten Führung der Hausherren zum ersten Pausentee.

Im zweiten Drittel lassen es die Wölfe etwas gemächlicher angehen – zu gemächlich, wie sich bald herausstellen wird. Die Gäste übernehmen nämlich immer mehr die Initiative in diesem Spiel und sind gegen Drittelmitte bei guten Gelegenheiten von Glavic, Djumic und Korosec dem Ausgleichstreffer sehr nahe. In der 33. Minute kommt Grahut am rechten Bullypunkt mutterseelenallein zum Puck und lässt Furlong mit einem schönen Handgelenksschuss keine Chance – das ist der Ausgleich. Aber damit nicht genug, die schwarz-gelbe Defensive ist weiterhin indisponiert und Rajsar nutzt das eine Minute später zum 2:1 Führungstreffer für die Gäste per rebound und überrascht nach einer weiteren Zeigerumdrehung Furlong mit einem Distanzschuss – 1:3, und die Slowenen haben die Partie innerhalb von nur zwei Minuten auf den Kopf gestellt. Endlich zeigen die Wölfe eine Reaktion und wollen gleich ins Spiel zurückkommen, die Slowenen reagieren jedoch mit überhartem Einsteigen und Helfer muss in der 36. Minute mit einer Handverletzung vom Eis. Nachdem Cristellon und Armin Hofer in der 37. zwei Großchancen zum Anschlusstreffer vergeben rächt sich Pace für die harte Spielweise von Jesenice und schickt Sturm in einem fight mit einem klassischen knockout aufs Eis. Dies ist der endgültige Weckruf für Heimteam und Publikum und in den restlichen Spielminuten des Mitteldrittels spielen nur mehr die Hausherren, welche aufgrund einer 2+2 Minuten Strafe gegen Grahut 4 Minuten Powerplay zur Verfügung haben. Das Überzahlspiel funktioniert erneut erstklassig, bereits nach gut 20 Sekunden jagt Armin Hofer nach Pass von Roland Hofer einen Puck ins linke Kreuzeck zum 2:3 Anschlusstreffer. Eine gute Minute später tauschen die beiden die Rollen, Armin Hofer legt schön quer und Roland Hofer trifft den Puck perfekt, der per Diagonalschuss unhaltbar ins lange Eck einschlägt - das ist der Ausgleich (3:3, 40. Min). Bei diesem Stand geht es auch in die Kabinen.

Im Schlussabschnitt wirft Jesenice noch einmal alles nach vorne und will unbedingt den Siegestreffer und das damit verbundene Pickrecht erzwingen. Die Slowenen drücken in der Startphase, Furlong vereitelt jedoch unter anderem einen brandgefährlichen Abschluss von Miha Brus. Das Spiel steht nun auf des Messers Schneide, March und Oberrauch vergeben zwei Chancen auf die Führung der Hausherren, ehe die Schiedsrichter 5 Minuten vor Schluss den HCP noch einmal durch eine fragwürdige Strafe schwächen. Jesenice kann sich mit seiner Powerplayformation im Angriffsdrittel festsetzen und Djumic gelingt 4 Minuten vor Schluss mit einem von Armin Hofer ins eigene Tor gelenkten Schuss der glückliche Treffer zur 3:4 Gästeführung. In den verbleibenden Minuten setzen die Hausherren noch einmal alles auf eine Karte, schießen aus allen Rohren auf den Kasten von Kogovsek, mehr als ein Lattentreffer von Armin Hofer springt dabei jedoch nicht heraus und so entführt Jesenice die drei Punkte aus dem Rienzstadion.

Aufgrund der gleichzeitigen Niederlage von Cortina auf dem Ritten bleibt die Niederlage für den HCP jedoch ohne Folgen und er darf morgen um 10 Uhr beim Playoffpick als erstes Team den Viertelfinalgegner auswählen. In Frage kommen dafür die Sieger der Qualifikationsrunden Feldkirch und Red Bull Juniors sowie die Letztplatzierten der Masterround Ritten und Asiago.

Das Viertelfinale beginnt dann am Samstag um 20 Uhr mit einem Heimspiel im Rienzstadion, auf geht’s Wölfe!

Nikolaus Spitaler

Flickr Photos