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Asiago Hockey - HC Pustertal 5:3 (2:0, 1:2, 2:1)

Es hat nicht gereicht – Wölfe verabschieden sich erhobenen Hauptes aus den Playoffs!

Der HCP steht nach der äußerst unglücklichen Niederlage in Spiel 2 mit dem Rücken zur Wand: Will man im Rennen um den Finaleinzug bleiben muss beim Auswärtsspiel im berüchtigten Odegar in Asiago unbedingt der erste Sieg in der Halbfinalserie her. Der Abnützungskampf der ersten zwei Halbfinalspiele hat bei den Wölfen seine Spuren hinterlassen, neben dem Langzeitverletzten Elliscasis fehlen mit Thum, Jacques und Erlacher gleich drei Stammspieler im Sturm, HCP-Coach Mattila stehen somit nur mehr drei Angriffslinien zur Verfügung. Asiago-Coach Barrasso hingegen kann aus dem Vollen schöpfen und bietet die bewährten 4 Linien auf.

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Rufus - Das Maskottchen des HC Pustertal

Es war einmal: die Wolfshöhle

Woher das Wappentier des HC Pustertal (ehemals EV Bruneck) stammt, ist in den Vereinsaufzeichnungen nirgends festgehalten. Jedenfalls gab es in den 60er- und 70er-Jahren nie die Bezeichnung „Wölfe“ im Zusammenhang mit dem Eishockey in Bruneck. Wohl aber gab es Medien, die von der „Tana dei Lupi“ (Wolfshöhle) schrieben und von der eisigkalten Rienzschlucht, in der die Schwarz-Gelben ihre Heimspiele bestritten.

Der erste Wolf

Im Jahr 1977 zierte dann urplötzlich ein handgezeichneter Wolf das Trikot des EV Bruneck – es schien, als seien aus dem Nichts „die Wölfe“ geboren. Natürlich dauerte es sehr lange, bis sich der Begriff in der Eishockeyszene wirklich etablierte. Erst mit Ende der 80er-Jahre war immer öfter von den Wölfen die Rede. Mit der Umbenennung des EV Bruneck in Senfter Wölfe (1999/00) und dann in HC Pustertal wurde der Wolf als Wappentier endgültig amtlich – heute weiß jeder Eishockeyfreund weit und breit und jedes Kind im Pustertal, wer die „Wölfe“ sind.

Ein Maskottchen muss her

Mit der Etablierung der „Wölfe“ im italienischen Spitzeneishockey kam mit der Zeit auch der Wunsch nach einem echten Maskottchen auf. Ein solches tauchte zwar schon in den 90er-Jahren manchmal auf dem Eis des Rienzstadions auf – mit der Einführung der Pregame-Show in der Saison 2004/05 war ein Maskottchen jedoch unumgänglich geworden. In den ersten Jahren trat es als kleines Wölfchen und noch ohne Namen auf, bis 2008 ein Namenswettbewerb ins Leben gerufen wurde.

Die Ära Rufus beginnt

2008 wurde per Fanumfrage nach dem Namen für das Maskottchen des HC Pustertal gesucht. Gleich mehrfach wurde dabei „Rufus“ genannt, ein Begriff aus dem Römischen und unter anderem auch die lateinische Bezeichnung für „Rotwolf“ (canis rufus).

Das Ritual vor Spielbeginn

Seit je her gibt es für die Auftritte von Rufus vor den Spielen der Wölfe ein Ritual. Das Maskottchen markiert sein Revier und zeigt dem Publikum ganz genau, wo der Puck beim Spiel landen soll: es hebt das Bein und pinkelt symbolisch an die Umrandung des gegnerischen Tores. Danach gleitet es unter dem Jubel der Fans im Stadion übers Eis zur Begrüßung der heimischen Cracks.

Der Vorfall

Endgültig in der heimischen und auch ausländischen Sportszene bekannt wurde Rufus im Halbfinale 2010. Die Bilder vom Asiago-Spieler, der vorzeitig auf das Eis stürmt und Rufus am Pinkel-Ritual hindern will und diesen gewaltsam zu Boden stößt, gingen durch die Medien und sorgten zwischenzeitlich für „Eiszeit“ zwischen den Vereinen, den Fans und nicht zuletzt den Spielern beider Teams. Die Entschuldigung wurde übrigens von allen Beteiligten angenommen, dennoch bleibt es wohl der denkwürdigste Moment in Rufus’ Geschichte.

Das Markenzeichen

Besonders beliebt ist Rufus natürlich bei den kleinsten Fans. Im HCP-Fanshop gibt es inzwischen eine große Auswahl an Gadgets: Schlüsselanhänger, Plüschtiere, Schildkappen und einiges mehr. Rufus ist nicht nur Kult geworden, sondern gehört heute zum HC Pustertal wie das Amen zum Gebet :-)