Italienpokal: Fiat Professional Wölfe – SG Cortina 1:2 n. V. (0:0, 0:0, 1:1, 0:1)
Wölfe verpassen Finaleinzug
Die Fiat Professional Wölfe - mit Wolfsgruber GmbH als Rundensponsor - trafen beim heutigen Halbfinale des Škoda Italienpokals auf Altmeister Cortina. Obwohl Matt Kelly & Co. über die gesamten 60 Minuten vor 2.000 Zuschauern eigentlich mehr vom Spiel hatten, standen sie am Ende mit leeren Händen da. Bis zur 58. Minute wollte beiden Teams kein Treffer gelingen. Doch dann ging es Schlag auf Schlag. Erst die Führung für die Wölfe, es folgte aber postwendend und in wortwörtlich letzter Minute der Ausgleich. In der Verlängerung gab es für die Mannen von Coach Teppo Kivelä schließlich das böse Erwachen. Sie müssen den Altmeister, der sich heute als ebenbürtiger Kontrahent erwies, somit den Platz im morgigen Finale überlassen.
Der letztjährige Pokalsieger konnte heute seine beste Mannschaft aufbieten, Fredrik Persson musste aber aufgrund der Ausländerregelung auf der Tribüne Platz nehmen. Armin Helfer war bereits mit von der Partie und Nate DiCasmirro kam nach langer Verletzungspause in der dritten Sturmformation wieder zum Einsatz. Bei Cortina fehlten indes Michele Zanatta und Ryan Dingle.
Die Fiat Professional Wölfe waren im ersten Spielabschnitt spielbestimmend konnten aber aus den etlichen Torgelegenheiten kein Kapital schlagen. Die größte Chance fanden allerdings die Ampezzaner vor, wobei der Angreifer jedoch aus kürzester Distanz alleinstehend den Puck mit der Rückhand verfehlte. Der Altmeister erwies sich in den ersten zwanzig Minuten wie zu erwarten als äußerst hartnäckiger Gegner, der den Spielfluss der Wölfe immer wieder entscheidend unterbrach.
Auch im zweiten Drittel ging es in der gleichen Tonart weiter. Die Wölfe hatten zwar mehr Feldanteile, Cortina wurde aber besonders im Powerplay immer wieder gefährlich und David Bowman stand bei einem Schuss nur die Querlatte im Weg. Dadurch, dass der Vizemeister zu viele unnötige Strafminuten kassierte, fand er nur schwer den Rhythmus. Sieben Sekunden vor dem zweiten Pausentee hatte Giulio Scandella den ersten Treffer auf der Schaufel. Der Italo-Kanadier lief in Unterzahl alleine auf das gegnerische Gehäuse zu, scheiterte aber am starken gegnerischen Schlussmann.
Im letzten Spielabschnitt begegneten sich beide Gegner mit offenem Visier und es entwickelte sich ein munteres Auf und Ab. Vize- und Altmeister suchten die Entscheidung. Vier Minuten nach Wiederbeginn traf Joe Jensen gleich wie weitere fünf Minuten später David Ling nur die Torumrandung. In den letzen fünf Spielminuten überschlugen sich dann die Ereignisse und auch der Torbann wurde endlich gebrochen. Max Oberrauch schloss in der 19. Spielminute einen schnellen Gegenzug nach einer Traumkombination mit seinen Sturmpartnern erfolgreich ab und es hatte den Anschein, als hätte er einmal mehr für die Entscheidung gesorgt. Dem war aber nicht so. 35 Sekunden vor der Schlusssirene glich Ryan Menei mit einem Distanzschuss aus und erzwang somit die Verlängerung.
In der fünfminütigen Verlängerung waren gut drei Minuten gespielt, als den Wölfen und den mehr als 600 mitgereisten Pusterer Fans das Herz stehen blieb. Mark Isherwood sicherte seinem Team mit dem entscheidenden Treffer in Überzahl den Finaleinzug.
Nach Spielende wurden Cortina-Goalie Jean Philippe Levasseur als bester Torhüter sowie Joe Jensen und Mark Isherwood als beste Feldspieler ausgezeichnet.
Torschützen: 1:0 OBERRAUCH M. (Ling D., Scandella G.) 58:20, 1:1 MENEI R. (Fraser C., Felicetti L.) 59:25, 1:2 (PP) ISHERWOOD M. (Adami F.) 63:21;
Torschüsse: Wölfe 39 (13, 10, 15, 1) - Cortina 27 (4, 11, 8, 4)
Strafminuten: Wölfe 24 (2, 8, 2, 12) - Cortina 6 (2, 4, 0, 0)
Philipp Hofer








