Hockeyclub Pustertal
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EC Bregenzerwald - HC Pustertal 4:2 (2:1, 2:1, 0:0)

Keine Punkte im Ländle

Nach dem überzeugenden Heimsieg gegen Asiago heißt es für die Wölfe, in Dornbirn gegen den EC Bregenzerwald zu bestehen. Die Vorarlberger sind heuer deutlich besser in die Saison gestartet als vor einem Jahr und liegen in der Tabelle nur einen Punkt hinter dem HCP. Bei den Wölfen fehlt neben Erlacher und Obermair auch der erkrankte Johansson; Oberrauch rückt somit in die erste Linie auf.

Das Spiel beginnt gut: schon nach einer Minute wird De Lorenzo Meo von Thum ideal bedient, scheitert aber am gegnerischen Goalie. Der erste Angriff der Gastgeber hingegen ist sofort von Erfolg gekrönt: Kauppila zieht an der blauen Linie ab, Ban fälscht ab und der Puck landet im linken unteren Eck (1:0; 3. Min.). 

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Geschichte

Vom EV Bruneck zum HC Pustertal – die Geschichte des Kultklubs an der Rienz 

Der Weg von den Pionieren des EV Bruneck bis zur HC Pustertal GmbH war lang und steinig. Tolle Siege, bittere Niederlagen, eisige Nächte an der Rienz, weite Auswärtsfahrten, Skandälchen und viele Emotionen - die Wölfe faszinierten immer schon.

Die Anfänge

Schon allein der Gründungsakt war ein Kuriosum: unter dem Präsidenten Dr. Ernst Lüfter wurde die erste Hockeymannschaft 1954 aus organisatorischen Gründen als Sektion dem damaligen "MAK" Bruneck (Moto-Auto-Klub) einverleibt. Für einige Jahre spielten die rührigen Pioniere auf dem Natureisplatz in Bruneck unter einfachsten Bedingungen als „EV MAK Bruneck".
Nach dem Gewinn von drei Serie-B-Titeln wurde die Forderung nach einer Kunsteisanlage lauter, immerhin scheiterten die Aufstiege 1968, 1969 und 1972 nur an der begrenzten Nutzbarkeit des "Rienzstadions", das damals eigentlich nur ein Eisplatz war.

Team 1958-59

Serie A

1972/73 folgte dann doch der Startschuss in eine neue Ära: Serie A und die Gründung eines organisierten Jugendsektors, der bis heute einer der erfolgreichsten und größten in Italien ist! Immerhin 30 Jahre vertraten die „Wölfe" dann Südtirol in der 1. Liga - ununterbrochen, wie es in den letzten Jahrzehnten nur den „ewigen Rivalen" Asiago und Bozen gelang!

Vizemeistertitel

Die beste Zeit hatte der EV Bruneck Anfang der 80er-Jahre: dort schlug ein Vizemeistertitel und ein 3. Platz zu Buche. Meistertitel en masse gab es im Bereich des Jugendeishockeys, welches den Machern in der Rienzstadt immer schon ein großes Anliegen war und das auch heute noch groß geschrieben wird. Aus diesem Reservoir der eigenen Cracks stammen auch fast alle Serie-A-Wölfe der letzten Jahrzehnte.

Team von 1972-73
Team von 1981-82

Finanzen

Der EV Bruneck hatte aber auch mit immensen Problemen zu kämpfen: Stets gehörte der „Eissportverein" zu den ärmeren Klubs im Eishockeygeschäft, auch in Sachen Kunsteisanlage (1971) und Stadionüberdachung (1991) wurden die jeweiligen Macher auf eine harte Probe gestellt.

Die Wende

Eine Art „Wende“ stellten die sich aufstauenden finanziellen und strukturellen Probleme Ende der 90er-Jahre dar. Die Firmenpleite des damaligen Präsidenten Horvat, eine missglückte Alpenligateilnahme und das kurz bevorstehende Ende des EV Bruneck riefen 1999 zwei Männer auf den Plan, ohne die es die spätere Erfolgsgeschichte HCP nicht gegeben hätte: Roman Erlacher als Präsident und Franz Senfter als Hauptsponsor nahmen die Geschicke zusammen mit einigen neuen und einigen altbewährten Funktionären in die Hand.ng.

Neubeginn und Boom

Wenn auch 2001 der lange verhinderte (freiwillige) Abstieg in die Serie B folgte: mit der Umbenennung des Vereins (HC Pustertal Wölfe), dem sportlichen Wiederaufstieg und einer offensiven Marketingstrategie kam ein nicht für möglich gehaltener Eishockeyboom über das Pustertal herein. Was 1999 mit der Rettung begann und 2003 fortgesetzt wurde, fand im Winter 2006/07 seinen Anfang: die Zuschauerzahlen explodierten, die „Wölfe“ wurden zur sympathischen Marke und beim HCP Junior jagte ein Rekord an Neueinschreibungen den nächsten.

Spitzenklub

Das Brunecker und Pusterer Eishockey, jahrzehntelang im Dornröschenschlaf und mitunter als graue Maus gehandelt, war zum Leben erweckt. Mit dem Boom war es den Machern auch möglich starke Teams ins Rennen zu schicken. Es folgten (bis heute) 6 Jahre mit 3 Finals und 3 Halbfinalteilnahmen sowie 3 Titeln (2 x Supercup und Italienpokal). 
Die Platzierungen der letzten 11 Jahren zeigen die Entwicklung eindrucksvoll auf: 
2003/04: 10. - 2004/05: 8. - 2005/06: 7. - 2006/07: 6. - 2007/08: 8. - 2008/09: 4. - 2009/10: 3. - 2010/11: 2. - 2011/12: 2. - 2012/13: 3. - 2013/14: 2.

Team von 1989-90
Team von 2010-11

Die Finalniederlagen

Am meisten im Gedächtnis bleibt die völlig unverdient verlorene Finalserie 2011 gegen Asiago. Nicht nur eine 0:5-Niederlage am grünen Tisch wegen eines falsch eingesetzten Torhüters bleibt in Erinnerung, sondern auch die Tatsache, dass in der Best-of-7-Serie von 4 Niederlagen nur eine einzige (!) in der regulären Spielzeit zu Stande kam. 2012 (HC Bozen), 2014 (Ritten Sport) und 2016 (Rittner Buam) mussten sich die Wölfe dem jeweils stärkeren Gegner geschlagen geben.

Stadionneubau

Der HC Pustertal zählt heute zu den Spitzenteams des italienischen Eishockeys, verfügt über ein gutes Reservoir an Nachwuchsspielern und hat auch die finanziellen Probleme der 90er-Jahre bald hinter sich gelassen. Das altehrwürdige Rienzstadion (Baujahr 1958) hat zwar Kultpotential, wird aber 2019 dem längst überfälligen Neubau am Ortseingang von Bruneck weichen. Die Zukunft verspricht also viel Spannung und weiterhin bissige Wölfe!

Die wichtigsten Eckdaten:

Gründung 1954
1. Serie-B-Teilnahme 1966
Titel Serie B 1967/68, 1968/69, 1971/72
Serie-A-Teilnahme durchgehend von 1972 bis 2001
Serie-A-Rückkehr 2003
Vizemeister 1981/82, 2010/11, 2011/12, 2013/14, 2015/16
Italienpokalgewinner: 2011
Ital. Supercupgewinner: 2011, 2014, 2016

Logo 1954-78 Logo 1978-99
Logo 1999-08 Logo 2008 bis jetzt

Gesperrte Rückennummern:

4 – Martin Crepaz, Rekordspieler der Wölfe mit 863 Spielen in 22 Jahren EV Bruneck/HC Pustertal 26 – Oskar Degilia, mit nur 22 Jahren tragisch verunglückter Wölfe-Spieler (2002)

Die bekanntesten Präsidenten:

Dr. Ernst Lüfter (1954 – 1974), Pepi Schmidhammer (1980 – 1985), Werner Waldthaler (1987 – 1991), Adolf Seeber (1991 – 1996); Roman Erlacher (1999 - 2010);
Aktueller Präsident: Robert Pohlin

Die bekanntesten Trainer: 

Carmine Tucci (Serie B), Heinz Bader (deutscher Nationalspieler), Gianfranco Da Rin (Cortina), Tibor Vozar, Jaroslav Pavlu (beide CSSR), Anders Kallur (NHL-Star/SWE), Kurt Suen, Real Paiement (Juniorenteam Kanada), Nikolai Kazakov (Dynamo Moskau), Miro Frycer (NHL-Star), Lasse Lundström (SWE), Stefan Mair (später DEL)
Aktueller Coach: Mark Holick

Die bekanntesten Pusterer Spieler: 

Martin Crepaz, Reinhold Oberhofer, Christian Mair, Gerd Mayr, Reinhard Oberjakober, Ivo Machacka und viele andere.
Aktuell: Armin Helfer (HCP Kapitän, Nationalspieler, u.a. Mailand, Thurgau, Davos, Innsbruck)

Die bekanntesten ausländischen Stars:

Rem Murray (CAN, 622 x NHL), Miro Frycer (CZE, 432 x NHL), Rick Bragnalo (ITA/CAN, 9 Jahre EVB), Bill Stewart (CAN, 274 x NHL), Maurice Mansi & Stephane Figliuzzi (ITA/CAN), Vladimir Jeremin (RUS), Igor Dorofejev (RUS), Jorma Peltonen (FIN), Mike Busniuk (CAN, 168 x NHL), Larry Trader (CAN), Sandy Moger (CAN, 241 x NHL), Fabian Joseph (später Kapitän der kanadischen Olympiaauswahl), Niklas Eriksson (SWE, Olympiasieger 1994), David Ling (CAN, Weltenbummler), JS Aubin (CAN, 218 x NHL)