Club History
Schon allein der Gründungsakt war ein Kuriosum: unter dem Präsidenten Dr. Ernst Lüfter wurde die erste Hockeymannschaft aus organisatorischen Gründen als Sektion des damaligen "MAK" Bruneck (Moto-Auto-Klub) einverleibt. Für einige Jahre spielten die rührigen Pioniere auf dem Natureisplatz in Bruneck unter einfachsten Bedingungen als „EV MAK Bruneck".
Nach dem Gewinn von 3 Serie-B-Titeln wurde die Forderung nach einer Kunsteisanlage lauter, immerhin scheiterten die Aufstiege 1968, 1969 und 1972 nur an der begrenzten Nützbarkeit des "Rienzstadions", das damals eigentlich nur ein Eisplatz war.

1972/73 folgte dann doch der Startschuss eine neue Ära: Serie A und die Gründung eines organisierten Jugendsektors, der bis heute einer der erfolgreichsten und größten in Italien ist!
Immerhin 30 Jahre vertraten die „Wölfe" Südtirol in der 1. Liga – ununterbrochen, wie es in den letzten Jahrzehnten nur dem „ewigen Rivalen" HC Bozen gelang!
Die beste Zeit hatte der EV Bruneck allerdings Anfang der 80er Jahre: dort schlägt ein Vizemeistertitel und ein 3. Platz zu Buche.
Meistertitel en masse gibt es im Bereich des Jugendeishockeys, das den Machern in der Rienzstadt immer schon ein großes Anliegen war, und auch unter dem derzeitigen Präsidenten Roman Erlacher groß geschrieben wird.
Aus diesem Reservoir der eigenen Cracks stammen auch fast alle Serie-A-Wölfe aus den letzten Jahrzehnten.
Der EV Bruneck hatte aber auch mit immensen Problemen zu kämpfen: Stets gehörte der „Eissportverein" zu den ärmeren Klubs im Eishockeygeschäft, auch in Sachen Kunsteisanlage (1971), Stadionüberdachung (1991), wurden die jeweiligen Macher auf eine harte Probe gestellt.
Heute gehört der inzwischen umbenannte Verein „HC Pustertal" zum Inventar im italienischen Eishockey. Dank der großen Unterstützung des Pusterer Vorzeigeunternehmers Franz Senfter konnte man auch die größten Krisen im hiesigen Eissport gemeistert werden.
Überblick über die letzten Jahre in sportlicher Hinsicht:
2000/01 - Serie A - 7. Platz - schwierige Saison aufgrund vieler Verletzungen. Der 7. Platz von 9 Teams bedeutete das Viertelfinal-Aus gegen Bozen und eine finanzielle Schieflage, die im Sommer den freiwilligen Abstieg in die Serie B zur Folge hatte.
2001/02 - Serie B - 3. Platz. Die gesamte Saison verbringt der HCP an der Tabellenspitze und dominiert die Liga (erwartungsgemäß) nach Belieben. Trotzdem spielen die Nerven einen Streich: im Halbfinale ist gegen Kaltern Endstation. Mit der eigentlich stärksten Mannschaft der Liga gelingt das Finale nicht, trotzdem war der Abstieg wegen der extrem reduzierten Kosten eine richtige Entscheidung, der Zuschauerschnitt bricht nicht ein.
2002/03 - Serie B - 4. Platz. Die 2. Liga hat an Niveau stark gewonnen, die Zuschauerzahlen und Südtiroler-Derbys steigen an. Die "Wölfe" spielen stets vorne mit und müssen sich erst im Halbfinale gegen Eppan geschlagen geben. Die Blickrichtung des Vereines geht wieder eindeutig nach "oben". Gute Zuschauerzahlen, einige große Talente im Jugendbereich und die Ausweitung der Serie A ermöglichen die Rückkehr in die 1. Liga. Überschattet wird dieses Jahr vom tragischen Unfalltod von Oskar Degilia.
2003/04 - Serie A - 10. Platz. Die ersten 10 Teams qualifizieren sich für die Serie A, der HC Pustertal sichert sich Rang 10 in einer dramatischen Serie gegen Turin und bestreitet darauf das "kleine Finale" gegen Varese. Das Stadion ist stets gut gefüllt und im Pustertal ist Eishockey wieder "in".
2004/05 - Serie A - 8. Platz. Nur nicht absteigen, nur nicht 10. werden hiess das Ziel. Heraus kam sogar der 8. Platz, das Rienzstadion hält mit 1.000 Fans durchschnittlich Platz 2 in der gesamten Serie A!!! Bis auf Bozen wird allen starken Teams wenigstens ein Punkt abgenommen, der HC Pustertal ist eindeutig die (positive) Überraschung der Saison. Seit 10 Jahren sah man nicht mehr so hochklassiges Hockey in Bruneck.
2005/06 - Serie A - 7. Platz. Der Aufwärtstrend konnte gehalten werden. Nach der 1. Saisonhälfte gelang ein traumhafter Rang im Spitzenfeld - in der 2. Hälfte bremste eine Negativserie die unvergleichbare Euphorie im stets vollen Rienzstadion. Heraus sprang nach ordentlichen Play-Offs der 7. Rang. Unvergessen bleiben Serien-Siege gegen vermeintlich übermachtige Gegner aus Bozen oder Mailand!
2006/07 - Serie A - 6. Platz. Nach 10, 8, 7 kann nun Rang 6 erreicht werden. Nach schwachem Beginn wird das Team von Rolf Nilsson im Dezember umgebaut (Kelly & Aquino für Turunen & Welling) und die „Wölfe“ können eine begeisternde Saison spielen. Der 6. und letzte Playoff-Platz wird zwar erst im Finish fixiert, dort jedoch gelingt es Ritten einen großen Kampf zu liefern. Sandy Moger und Niklas Eriksson‘s Abschiedsreden im rappelvollen Rienzstadion bleiben allen Fans im Gedächtnis. Das attraktive Eishockey (u.a. 10:4 gegen Bozen) lässt den Zuschauerschnitt noch einmal hochschnellen.
2007/08 - Serie A - 8. Platz. Trainer Hellgren und seine Mannschaft findet erst langsam seinen Rhythmus, bleibt in der Tabelle aber vorne dabei. Der Abgang von Eriksson als „Leader“ macht sich bemerkbar, auch auf der Centerposition agiert der HCP etwas unglücklich. Trotz unglaublichem Verletzungspech (Russell, Sedlak) erreicht der HCP fast noch die Meisterrunde! In der „Relegation Round“ geht es noch um die Vergabe der Playoff-Plätze, dort wartet mit dem Tabellenersten wieder Ritten. Als Außenseiter trotzen die „Wölfe“ immerhin ein nicht mehr für möglich gehaltenes „Spiel 4“ ab, Alles in Allem eine ordentliche Saison.
2008/09 - Serie A - 4. Platz. In der 8er-Liga lautet das Ziel „Halbfinale“. Mit „ZH“ als Hauptsponsor und Rookie-Trainer Stefan Mair wird eine auf dem Papier gute Truppe engagiert, die ihren Vorschusslorbeeren lange nicht gerecht werden kann. Von Medien voreilig als Geheimfavorit auf das Finale gehandelt, wird die ganze Vorrunde zum Nervenkrieg für alle Beteiligten. Die Fans halten dem Team die Treue (erstmals hält der Schnitt bei 2.000 Fans pro Spiel!!!!), und werden belohnt. In einem Herzschlagfinale gegen Alleghe bedeutet das Empty-Net-Goal von Alatalo den ersten Halbfinaleinzug nach 25 (!!!!!!!) Jahren. Zum 3. Mal in Folge heißt der Playoff-Gegner Ritten. In der Bestof-7-Serie gelingt dem „red orange Pustertal“ ein Sieg, insgesamt ist Ritten (einmal mehr) besser.
Gründung 1954
1. Serie B – Teilnahme 1966
Titel Serie B 1967/68, 1968/69, 1971/72
Serie – A –Teilnahme durchgehend von 1972 bis 2001
Serie – A – Rückkehr 2003
Vizemeister 1981/82
Die wichtigsten Präsidenten: Dr. Ernst Lüfter (1954 – 1974!!!!), Pepi Schmidhammer (1980 – 1985), Werner Waldthaler (1987 – 1991), Adolf Seeber (1991 – 1996);
Aktuell Roman Erlacher (seit 1999).
Die wichtigsten Trainer: Carmine Tucci (Serie B), Heinz Bader (deutscher Nationalspieler), Gianfranco Da Rin (Cortina), Tibor Vozar, Jaroslav Pavlu (beide CSSR), Anders Kallur (NHL-Star/SWE), Kurt Suen, Real Paiement (Juniorenteam Kanada), Nikolai Kazakov (Dynamo Moskau), Miro Frycer (NHL-Star), Lasse Lundström (SWE)
Die wichtigsten Spieler (Bruneck): Martin Crepaz (863 Spiele in 22 Jahren EV Bruneck!!!!), Gerd Mayr, Franz Pramstaller, Thomas Tinkhauser, Reinhold Oberhofer, Peter Arnold, Reindl Oberjakober und viele andere.
Aktuell: Armin Helfer, Nationalspieler aus Bruneck (Mialnd, jetzt Innsbruck)
Die größten Stars: Miro Frycer (CZE, 432 NHL-Spiele), Rick Bragnalo (ITA/CAN, 9 Jahre EVB), (Bill Stewart (CAN, 274 NHL-Spiele), Maurice Mansi & Stephane Figliuzzi, Vladimir Jeremin (RUS), Igor Dorofejev (RUS), Jorma Peltonen (FIN), Mike Busniuk (CAN, 168 NHL-Spiele), Larry Trader (CAN), Sandy Moger (CAN, 241 NHL), Niklas Eriksson (SWE, Olympiasieger 1994)
Die wichtigsten Funktionäre: Eugen Gabrielli, Kurt Suen, Franz Lochmann, Peter Baumgartner (Weltverband), Paul Seeber (Weltverband), Adolf Seeber, Walter und Kalle Ausserhofer.
Die wichtigsten Helfer: Hermann Pitscheider, Nolli Huber, Remo Machacka, Toni Fischnaller, Lois Fröhlich, Gottfried Arnold, Wimmo Brunner, Martin Lochmann, Herbert Arnold, Heini Degilia UND VIELE ANDERE!









